1150 Tablets für Aalener Schülerinnen und Schüler

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Die Stadt für die 21 Aalener Schulen Geräte besorgt, um sie den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung zu stellen. Unser Bild zeigt Erstklässler der Schwarzfeldschule in Dewangen.
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Nicht jede Familie kann sich ein Tablet für jedes Kind leisten. Damit es trotzdem klappt mit dem Fernunterricht, hat die Stadt Geräte besorgt.

Aalen

Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig die Digitalisierung an den Schulen ist. Doch damit die Schülerinnen und Schüler von zu Hause aus am Fernunterricht teilnehmen können, brauchen sie ein Gerät dazu, zum Beispiel ein Tablet. Die sind nicht ganz billig. Nicht jede Familie kann sich das für die Kinder leisten. Vor allem, wenn mehrere Geschwister gleichzeitig am Fernunterricht teilnehmen wollen und jedes ein eigenes Gerät braucht, kann es schwierig werden.

Daher hat die Stadt für die 21 Aalener Schulen Geräte besorgt, um sie den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung stellen, die dringend darauf angewiesen sind. Der aktuelle Stand dazu war Thema in der vergangenen Sitzung des Gemeinderatsausschusses für Kultur, Bildung und Finanzen. Dazu eingeladen waren die beiden geschäftsführenden Schulleiter Michael Weiler und Karl Frank. Wie ermittelt wurde, wie viele Geräte gebraucht werden und wie sie verteilt wurden, berichtete Michael Weiler, Rektor des Kopernikus-Gymnasiums und geschäftsführender Schulleiter der Aalener Gymnasien.

"Die Stadt hat bei den Schulen nachgefragt, welcher Bedarf besteht", sagte er. So sei die Zahl von rund 1200 benötigten Tablets zustande gekommen. Bei der Abfrage sei ein Unterschied zwischen den Schulformen deutlich geworden. "An den Gymnasien war der Bedarf deutlich geringer", sagte Weiler.

An den Gymnasien war der Bedarf deutlich geringer.

Michael Weiler Geschäftsführender Schulleiter

Er führt das auf die sozioökonomischen Verhältnisse in den Familien der Schülerinnen und Schüler zurück. Was das angeht, so der Schulleiter sinngemäß, seien Eltern von Gymnasiastinnen und Gymnasiasten eben oft bessergestellt. Die Geräte bleiben im Besitz der Stadt und werden den Schülerinnen und Schülern überlassen. Für die Benutzung gibt es eine Netiquette, wie Weiler erläuterte. "Dazu gehört zum Beispiel, dass die Schülerinnen und Schüler die Geräte nicht für private Zwecke benutzen dürfen."

Rund 500 000 Euro aus dem Sofortausstattungsprogramm hat die Stadt als Schulträger erhalten, um die Tablets beschaffen zu können. Der Zuschuss ist laut Sitzungsvorlage voll ausgeschöpft und bereits abgerechnet worden. Im aktuellen Lockdown sind die Geräte in der Kursstufe und in den Abschlussklassen für den Fernunterricht im Einsatz. Für alle anderen Schülerinnen und Schüler gelten vorgezogene Weihnachtsferien. Weiler schloss nicht aus, dass nach den Weihnachtsferien noch kein Präsenzunterricht möglich ist. Für diesen Fall sei man gerüstet.

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