12 neue Kirchenführer zur Feier von 150 Jahre katholische Kirche in Aalen

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Präsentieren die neuen Kirchenführer der katholischen Kirchen und Kapellen in Aalen (v.l.): Brigitte Dobler, Anne Henze, Joachim Werner, Ingrid Bihr und Pfarrer Wolfgang Sedlmeier.
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1868 entstand mit der Marienkirche die erste katholische Kirche nach der Reformation in Aalen. 1872 wurde die Gemeinde zur Pfarrei ernannt. Wie das jetzt gefeiert wird.

Aalen

Die katholische Kirchengemeinde Aalen feiert in den kommenden Monaten ein besonderes Jubiläum. Vor 150 Jahren, Anno Domini 1872, wurde die „Arbeiter- und Eisenbahnergemeinde“, wie Pfarrer Wolfgang Sedlmeier die Aalener Katholiken von damals bezeichnet, zur Pfarrei erhoben.

Am kommenden Sonntag, 18. September, wird das Jubiläum, das die fünf Gemeinden der Seelsorgeeinheit gemeinsam feiern, im wahrsten Wortsinn eingeläutet: mit den neuen Glocken der Heilig-Kreuz-Kirche im Hüttfeld um 10.30 Uhr und der anschließenden Feier des Patroziniums. In den folgenden Monaten bis Dezember wird das Jubiläum mit einem Spiel ohne Grenzen, mit Gemeindeexerzitien, einem Jugendtag und einem Festgottesdienst mit Domkapitular Dr. Heinz Detlef Stäps gefeiert.

Überraschung zum Auftakt

Doch zum Auftakt hat Pfarrer Wolfgang Sedlmeier noch eine „Überraschung“ parat: Für jede Kirche und jede Kapelle, die zur Seelsorgeeinheit gehört, wurde zum Jubiläum ein Kirchenführer erstellt – ein handliches Büchlein über das jeweilige Gotteshaus. Erzählt werden Geschichte und Geschichte der Kirche oder der Kapelle. Zwölf Werke sind so entstanden.

Lange Debatte

„Eine Festschrift erschien bereits 2013 zum 100-Jährigen der Salvatorkirche“, erzählt Pfarrer Sedlmeier. Da habe man bereits auch St. Maria gewürdigt. Man habe lange debattiert und einen Entschluss gefasst: In diesen Zeiten von Kirchenaustritten und Diskussionen über die Frage, wie es weiter gehe, sei es wichtiger, die die eigene Gemeinschaft, den Zusammenhalt zu stärken. „Dabei zeigen wir dennoch, dass wir in erzieherischen und sozialen Aspekten wichtiger Teil dieser Stadtgemeinschaft sind“, betont der Theologe und schlägt den Bogen wieder zu den zwölf kleinen Büchlein, die für alle kirchenbaulich und religiös Interessierten gedacht seien – und nicht nur für Gemeindemitglieder. „Das ist unser Beitrag zur Aalener Stadtkultur“, sagt's und lobt das Engagement der drei Autoren. Ingrid Bihr, Anne Henze und Joachim Werner erzählen dann von Recherchen, die vor einem Jahr begonnen haben. Sie hätten Artikel gesichtet, Protokolle gelesen, Zeitzeugen und Künstler befragt, seien in Kirchen vor Ort gewesen und im diözesaneigenen Archiv fündig geworden. Den grafischen Schliff habe den Kirchenführern Brigitte Dobler verpasst.

Jedes Heft trage die Handschrift seines Autors, betont der Pfarrer und ordnet die Werke zu. St. Maria, St. Elisabeth, St. Michael, St. Augustinus und die Magdalenen-Kapelle Ingrid Bihr; St. Thomas, St. Bonifatius, die Patrozinius- und die Sandbergkapelle Anne Henze; Salvator- und Heilig-Kreuz-Kirche sowie Peter und Paul auf der Heide Joachim Werner. Die Broschüren zu den Hauptkirchen gebe es in einer 250er alle anderen in einer 150er Auflage in den Pfarrbüros.

In einer früheren Version des Artikels war eine falsche Auflage der Broschüren angegeben. Wir haben die Zahlen mittlerweile korrigiert.

So feiern die Aalener Katholiken ihr Jubiläum

Das Jubiläum feiert die katholische Seelsorgeeinheit Aalen mit ihren fünf Gemeinden, St. Maria, Salvator und St. Bonifatius sowie den muttersprachlichen Gemeinden der Italiener „Maria Santissima Immacolata“ und der Kroaten „Blazeni Aloisius Stepinac“ von Sonntag, 18. September bis Sonntag, 11. Dezember.

Auf dem Programm stehen unter anderem am Sonntag, 18. September, um 10.30 Uhr das Einläuten der neuen Glocken von Heilig-Kreuz mit Gemeindefest, Gemeindeexerzitien mit dem Jesuiten-Pater Felix Körner aus Berlin sowie dem Festgottesdienst in Salvator mit Domkapitular Heinz Detlef Stäps.

Die 12 Kirchenführer sind erstmals am 18. September beim Fest in der Heilig-Kreuz-Kirche zum Preis für je 2 Euro – oder alle zusammen für 20 Euro – erhältlich.⋌ aki

Die Marienkirche wurde nach 19 Monaten Bauzeit am 1. Oktober 1868 von Diözesanbischof Josef Lipp geweiht.

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