Das sagen die Fraktionen

166 neue Bäume fürs Stadtgebiet

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Die Friedrichstraße ist ein Schwerpunkt im Baumpflanzprogramm. Auf Höhe der Firma Zeiss werden 20 Bäume gepflanzt. Parken auf dem Grünstreifen ist jetzt schon verboten. Künftig soll es gar nicht mehr möglich sein.
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Der Gemeinderatsausschuss beschließt das Baumpflanzprogramm. Schwerpunkt in der Kernstadt ist die Friedrichstraße. Ums Parken auf dem dortigen Grünstreifen gibt es eine Diskussion.

Aalen

Die Stadt will 166 Bäume im gesamten Stadtgebiet pflanzen. Der Gemeinderatsausschuss für Umwelt, Technik und Stadtentwicklung (AUST) hat dem Projekt mit Kosten in Höhe von 265 000 Euro einstimmig zugestimmt. Baubürgermeister Wolfgang Steidle freute sich darüber, dass das Baumpflanzprogramm nun vor der Umsetzung stehe. Allerdings sei es ein wenig ärgerlich, dass es erst jetzt so weit sei. „Denn der beste Baum ist der, der schon gepflanzt worden ist.

Die Leiterin des Umweltamts, Maya Kohte, gab einen Überblick darüber, wo welche Bäume gepflanzt werden. Einen Schwerpunkt bildet die Friedrichstraße. Dort sollen 20 Amberbäume, Linden und Ulmen gepflanzt werden. Die ehemalige Schätteretrasse in Ebnat wird ihr zufolge „hervorgehoben mit säulenförmigen Bäumen“. Säulenpappel und Ginkgo nannte sie als Beispiele. Außerdem werden die Bäume beschriftet. Wenn es um Obstbäume geht, laden gelbe Bänder um den Stamm zum Pflücken ein. So verteilen sich die 166 Bäume übers Stadtgebiet:

Kernstadt: Alte Heidenheimer Straße (ein Baum), Brahmsstraße (drei Bäume), Egerlandstraße/Memellandstraße (ein Baum), Galgenberg/Mohlstraße (ein Baum), Hegelstraße/Schellingstraße Bushaltestelle (ein Baum), Hegelstraße Grünanlage (ein Baum), Kantstraße (fünf Bäume), Silcherstraße (vier Bäume), Pelzwasen am Feldweg Richtung Himmlingen (ein Baum), Friedrichstraße insgesamt circa 20 Bäume im Grünstreifen auf der Ostseite und teilweise Westseite (Abschnitt zwischen Curfeßstraße und Eichwaldstraße)

Weststadt: Kuckuckweg (fünf Bäume), Nägeleshofstraße (zwei bis vier Bäume), Reiherstraße (ein Baum), Sauerbachstraße/Schradenbergstraße (ein Baum), zwischen Kirche St. Thomas und Neßlauer Straße (drei Bäume), Hasenweg (vier Bäume), Milanweg (zehn Bäume), Pelikanweg (vier Bäume)

Dewangen: Beckenhalde am Bolzplatz und Pumptrack (vier bis fünf Bäume), Spitzwaldweg (zehn Bäume)

Ebnat: Unterkochener Straße und Jurastraße (13 Bäume), am Neuen Festplatz und an der ehemaligen Schätteretrasse (acht Bäume), Beckenwiesen (vier Bäume)

Fachsenfeld: Am Pumptrack (vier Bäume), In der Steine/Scherrenbergstraße (sieben Bäume), Schloßäckerring (zwei bis vier Bäume)

Hofen: Haldenweg (zwei Bäume)

Oberalfingen: Im Letten (drei Bäume)

Unterkochen: Parkplatz Festhalle (zwölf Bäume), Merowingerweg (vier bis fünf Bäume)

Waldhausen: Simmisweiler Straße/Untere Heidgasse (drei Bäume), Teckstraße am Ortseingang (vier Bäume)

Wasseralfingen: Auchtstraße (drei Bäume), Eckenerhöhe/Rembrandtstraße (drei Bäume), Emund-Kohler-Straße (zwei Bäume), Klemens-Eisenbarth-Straße (drei Bäume) und Kolpingstraße (ein Baum)

Der beste Baum ist der, der schon gepflanzt worden ist.“

Wolfgang Steidle, Baubürgermeister

Künftig kein Parken mehr auf dem Grünstreifen

Sandra Bretzger (Grüne): „Wir freuen uns, dass unser Antrag aus den Haushaltsberatungen so gut unterfüttert worden ist“, sagt sie. Das Baumpflanzprogramm sei gut fürs Klima und die Aufenthaltsqualität. Beim Grünstreifen in der Friedrichstraße fragte sie genauer nach. Parken sei dort verboten. „Dennoch hat es sich so eingebürgert.“ Wenn auch in Zukunft dort geparkt würde, würden die Autos den Boden verdichten, was nicht gut für die Bäume sei. Als zuerst eine wage Antwort von der Verwaltungsbank kam, hakte Fraktionssprecher Michael Fleischer noch einmal nach. Kohte und Steidle versicherten, dass Parken dort nicht mehr möglich sein werde. Weiter wollten sie nicht darauf eingehen. Seidle deutete nur an, dass noch ein Gespräch mit einem Anlieger ausstehe.

Thomas Wagenblast (CDU): „Uneingeschränkte Unterstützung signalisierte er für seine Fraktion. Wichtig sei für die CDU, ab nun jedes Jahr einen Betrag für das Baumpflanzprogramm im Haushalt einzuplanen.

Timo Lorenz (SPD): Er lobte die wohldurchdachte Umsetzung.

Jürgen Opferkuch (Freie Wähler): „Wir sind freudig gestimmt“, zog er das Fazit. Außerdem lobte er, dass die Verwaltung im Herbst in die Ortschaften gehen will, um über das Programm zu informieren.

Ilse Schmelzle (FDI): Sie bedankte sich „ganz arg“ bei Kohte. „Wir müssen verhindern, dass die Klimaerwärmung immer schlimmer wird.“

Norbert Rehm (FDI): Die Stadt habe eine Vorbildfunktion, sagte er in Richtung der „Verantwortlichen, die den Rohrwang umgemacht haben“. Steidle antwortete, dass man wohl abgewogen habe zwischen Bauvorhaben und Bäumen und dass die Maßnahme mehrheitlich vom Gemeinderat beschlossen worden sei. „Unterm Strich pflanzen wir mehr Bäume im Jahr, als wir fällen“, sagte Steidle.

Christa Klink (Linke): Ebenfalls Dank und Zustimmung drückte sie aus. Außerdem wies sie darauf hin, dass Öffentlichkeitsarbeit sehr wichtig sei. „Weil manche Menschen Bäume als Belästigung empfinden.“ Schließlich müsse das Laub weggeräumt werden.

Manfred Traub (fraktionslos): Er erinnerte an tote Bäume, von denen es auf der Aalener Gemarkung viele gebe.

Emil Pöltl (AfD): Wichtig sei, das Programm auch in Zukunft fortzuführen. „Das liegt uns am Herzen“, sagte er.ks

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