250 Ukraine-Flüchtlinge registriert: Lob für die Hilfe der Aalenerinnen und Aalener

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In der LEA Ellwangen sind die ersten Flüchtlinge aus der Ukraine angekommen. In Aalen sind mittlerweile 250 Flüchtlinge gemeldet.

Die Aalener Stadtverwaltung richtet ein eigenes Service-Center für Geflüchtete aus der Ukraine ein.

Aalen. 

Immer mehr Menschen aus der Ukraine fliehen vor den russischen Truppen aus ihrer Heimat. In Aalen kommen täglich rund 30 Flüchtlinge aus der Ukraine an. Inzwischen, so die Stadtverwaltung am Freitag, seien rund 250 Geflüchtete in Aalen registriert. Nicht alle haben Freunde oder Verwandte, bei denen sie unterkommen können. Deswegen benötigen sie schnellstmöglich eine Unterkunft und weitere Unterstützungsangebote. Die Stadtverwaltung hat im Rathaus ein eigenes Service-Center für Geflüchtete aus der Ukraine eingerichtet. Für eine bedarfsorientierte und auf die besondere Lage der Neuankömmlinge spezialisierte Beratung, steht seit vergangenen Montag im Foyer der Fraktionszimmer ein eigener Bereich zur Verfügung. Dort soll eine auf die Bedürfnisse der Geflüchteten zugeschnittene Beratung ermöglicht werden und lange Wartezeiten möglichst vermieden werden. „Wir wollen die Geflüchteten bei uns willkommen heißen und ihnen so unbürokratisch und schnell wie möglich helfen“, erläutert Oberbürgermeister Frederick Brütting.

Jeweils montags bis donnerstags von 13 bis 16 Uhr stehen seit Beginn dieser Woche im neuen Service-Center Mitarbeitende des Integrationsmanagements und Dolmetscherinnen und Dolmetscher bereit, um Fragen zur Jobsuche, Kita- und Schulbesuch, Sprachkursen und Wohnungssuche zu beantworten und Ansprechpartner zu vermitteln.

Gleichzeitig werden die Meldedaten erfasst und dabei ausländerrechtliche Fragen geklärt. Zudem erhalten die Geflüchteten den Termin für die Erfassung des elektronischen Fingerabdrucks.

Eine vorherige Terminreservierung ist nicht erforderlich, der Zugang erfolgt über den Eingang zur Rathausgalerie, eine Ausschilderung wird angebracht.

Große Resonanz der Aalener Bürgerschaft auf Wohnraumaufruf der Stadt

Inzwischen seien rund 90 Wohnraumangebote bei der städtische Wohnungsbau eingegangen, berichtet Geschäftsführer Michael Schäfer. OB Brütting und die Ortsvorsteher hatten gemeinsam mit den Kirchen und der Wohnungsbau einen Aufruf gestartet. Die Resonanz: "überwältigend". Die von Privaten angebotenen Wohnungen werden von der städtischen Wohnungsbau auf ihre Eignung geprüft und die jeweiligen Eigentümer schnellstmöglich verständigt. „Wir schaffen es derzeit pro Woche zwischen 6 und 8 Wohnungen zu besichtigen“, berichtet Schäfer. Eine Aufstockung der personellen Kapazität wird gerade geprüft.

Sehr zügig konnten zehn Wohnungen aus dem Bestand der Wohnungsbau bereitgestellt werden, die schon von ukrainischen Familien bezogen wurden. Weiter hat die Wohnungsbau in Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit sechs geeignete Appartements für eine Gruppe von blinden Geflüchteten zur Verfügung gestellt.

Da vorwiegend ukrainische Frauen mit Kindern eine Wohnung benötigen, wird aufgrund deren besonderer Schutzbedürfnisse darum gebeten, möglichst nur abschließbare Wohnungen anzubieten, erläutert OB Brütting. „Die Flüchtlinge haben oftmals traumatische Erlebnisse hinter sich und brauchen eigene Räumlichkeiten, um in Ruhe in der neuen Umgebung ankommen zu können“.

Für Vermietungswillige hat die Stadt auf ihrer Homepage einen Leitfaden für die Wohnraumakquise bereitgestellt.

Ehrenamtliche organisieren Treffs für ukrainische Geflüchtete

Mehrere Treffs für Flüchtlinge und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer haben sich inzwischen formiert. Jeden Montagabend findet um 18 Uhr im Umwelthaus im Torhaus ein Vernetzungstreffen für Ehrenamtliche statt, an dem zunehmend auch Geflüchtete teilnehmen und um Rat suchen.

Das Integrationsmanagement hat einen „Ukraine-Treff“ am Dienstagnachmittag von 16 bis 17 Uhr im Bildungszentrum Bohlschule eingerichtet, dort wird regelmäßig mit Fachvorträgen zu aktuellen Themen informiert.

Im WeststadtZentrum wird dienstags von 10 bis 11.30 Uhr ein Krabbelgruppen-Treff für ukrainische Familie angeboten, die Betreuung haben ukrainische Erzieherinnen und Erzieher mit Unterstützung Ehrenamtlicher aus Aalen übernommen.

Weitere Vernetzungstreffs sind auf der städtischen Homepage gelistet. Personen, die sich ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren möchten, finden dort auch Kontaktmöglichkeiten. Jede Unterstützung ist willkommen.

Unter https://www.aalen.de/hilfefuerdieukraine sind alle Informationen in deutscher und russischer Sprache gebündelt und eine Liste mit FAQs und Links eingestellt, die laufend aktualisiert wird. Zudem stehen Formulare zum Download bereit.

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