250 Wohneinheiten am Tannenwäldle: Aalens innovativstes Quartier?

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?Großer Bahnhof?: Am symbolischen Spatenstich nahmen neben OB Fredrick Brütting und Baubürgermeister Wolfgang Steidle Vertreterinnen und Vertreter der Verwaltung, des Gemeinderats und verschiedener Unternehmen teil.?Foto: hag
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Startschuss für die Erschließung des neuen Wohngebiets. Es soll Aalens innovativstes und nachhaltigstes Quartier werden.

Aalen. Unterhalb des Tannenwäldle, unweit des Bolzplatzes, hat es am Mittwochmittag einen Spatenstich gegeben. Kein ganz alltäglicher, das spiegelte allein die große Zahl derer wider, die dabei sein wollten: Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung mit OB Frederick Brütting und dem Ersten Bürgermeister Wolfgang Steidle an der Spitze, Mitglieder des Gemeinderats, Mitarbeitende von Baufirmen, Energieversorgern und Architekten.

Auch der eine oder andere künftige Bewohner könnte darunter gewesen sein: Der Spatenstich symbolisierte den Baubeginn für das neue Gebiet „Wohnen am Tannenwäldle“, das in mehrfacher Hinsicht zukunftsweisend werden soll, wie OB Brütting in seiner Begrüßung deutlich machte:

Nachhaltigkeit: Der Autoverkehr soll sich am Quartierseingang konzentrieren, dort ist ein Parkhaus geplant. Innerhalb des Wohngebiets soll es viel Grün und kurze Wege geben. Ein Supermarkt mit Bäckerei-Café ist bereits im Bau, Pläne für eine Kita und ein Angebot für Pflegebedürftige im Quartier gleise man gerade auf, umriss OB Frederick Brütting. Nahwärmeversorgung werde es durch die Stadtwerke geben, geplant seien Rückhalteflächen und Versickerungsanlagen fürs Oberflächenwasser.

Stadtnah: Das Flächenumlegungsverfahren ist noch nicht abgeschlossen. Dennoch: „Größtes Pfund ist die Lage“, so der OB über das neue Gebiet. Kurze Wege in die Stadt, zum künftigen Kombibad sowie ins Hirschbachtal, organisch anschließend an das bestehende Quartier Galgenberg, soll sich die Siedlung nördlich entlang der Ziegelstraße erstrecken.

Bauplätze: Die Nachfrage ist groß, die Interessentenliste lang, betonten der OB und der Erste Bürgermeister Wolfgang Steidle. Laut Brütting müssen Bauplatzvergabe und Verkauf „jetzt organisiert werden“. Voraussichtlich Ende nächsten Jahres sollen die ersten Plätze veräußert werden. Zu den Preisen wurde am Mittwoch nichts gesagt. Sie werden vom Gemeinderat festgelegt. Beobachter rechnen damit, dass sie über den Preisen von durchschnittlich 370 Euro je Quadratmeter im angrenzenden Baugebiet Schlatäcker liegen.

Zukunftsweisend: Für den Ersten Bürgermeister Wolfgang Steidle war es „ein Freudentag“, wie er in seiner Begrüßung betonte. Seit 30 Jahren sei das Gebiet im Flächennutzungsplan als künftiges Bauland ausgewiesen, seit 2007 lägen die Ergebnisse des städtebaulichen Architekturwettbewerbs vor, nach rund 13 Jahren intensiver Planung gehe es nun in die Umsetzung.

Heimat für mindestens 500 Menschen

Ob es tatsächlich das „letzte große innerstädtische Neubaugebiet“ sein werde, sei dahingestellt, auf alle Fälle „wird es das innovativste und nachhaltigste Baugebiet in Aalen“, schwärmte Steidle. Auf etwas mehr als sieben Hektar Fläche schaffe man Heimat für mindestens 500 Menschen. 20 Kilometer technische Infrastruktur durch Straßen und Verkehrswege entstünden, 35 000 Kubikmeter Erde würden bewegt, was laut Steidle 3000 Lkw-Fuhren ins Erddepot nach Ebnat zur Folge haben wird. Vorab bat er die Nachbarn um Verständnis für eventuelle Belästigungen durch Baulärm und Schmutz.

Dimensionen : Vorgesehen sind 250 Wohneinheiten als Einzel-, Doppel- und Reihenhäuser sowie als Geschosswohnungen. 25 Prozent der angebotenen Mietwohnungen sollen sozial gefördert werden. Die Erschließungsarbeiten führt die Firma Roth aus Ellwangen aus.

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Wohnen am Tannenwäldle, Spatenstich
Wohnen am Tannenwäldle Aalen.

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