B 29: 900 Meter Sorgenkind

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Zwischen Aalen-Oberalfingen und der Einmündung der B290 soll noch bis voraussichtlich Sonntagabend gesperrt bleiben. Foto: hag
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Warum der gesperrte Straßenabschnitt und die Umleitungen vor allem in Schwabsberg und Buch für große Probleme sorgen.

Aalen

Der zweite Bauabschnitt bei der Sanierung der B29 ist in vollem Gange. Von der Einmündung der B290 bis zur Abbiegung der L1029 wird ebenfalls die Fahrbahn erneuert.

Diese 900 Meter sind derzeit für den Verkehr komplett gesperrt. Hier werden, wie bereits im ersten Bauabschnitt, fünf Zentimeter der oberen Asphaltschichten abgefräst und zwei neue Asphaltschichten eingebaut.  Die beiden Busbuchten auf Höhe Baiershofen werden umgerüstet, hier soll ein sogenanntes Kasseler Sonderbord, das für Haltestellen mit Niederflurfahrzeugen entwickelt wurde, eingebaut werden. Außerdem werden im Bereich zwischen Immenhofen und Westhausen neue Schutzplanken angebracht.

Täglich wird die Strecke zwischen der B 290 und Aalen-Oberalfingen von rund 21  000 Fahrzeugen, davon rund 2 600 im Schwerverkehr, befahren. Deshalb muss die B 29, als Hauptverkehrsachse des Ostalbkreis schlechthin, laufend instandgehalten werden, um dauerhaft leistungsfähig und verkehrssicher zu bleiben. Die Kosten der Gesamtmaßnahme belaufen sich auf 1,02 Millionen Euro und werden komplett vom Bund übernommen.

Die Umleitungen erfolgen über Hüttlingen und Schwabsberg. In Hüttlingen verhält sich alles derzeit im Rahmen. „Die Bevölkerung reagiert durchaus verständnisvoll,“ sagt der Hauptamtsleiter der Gemeinde Hüttlingen, Franz Vaas. Ihm lägen keine konkreten Beschwerden über das stärkere Verkehrsaufkommen vor. Zwar komme es zu den Hauptstoßzeiten in der Goldshöfer Straße zu einem massiven Rückstau, doch könne über den Tag gesehen mit einem „normalen“ Verkehr gerechnet werden.

Anders verhält es sich in Schwabsberg und Buch. Hier sind das Verkehrsaufkommen und der Rückstau so groß, dass Einwohner nur unter sehr erschwerten Bedingungen aus ihren Einfahrten herausfahren können.

Dazu kommt in Rainau, dass die Achse Rosenberg - Neuler ebenfalls gesperrt ist, da die Ortsdurchfahrten Hinterbrand und Leinenfirst saniert werden. Beide Umleitungsverkehre zusammen sorgen in Rainau für Unmut unter der Bevölkerung. Vor allem die Eltern sind in Sorge über die Sicherheit ihrer Kinder. Sie fordern für diese Zeit Tempo 30. Bürgermeister Christoph Konle hatte auch einen Antrag gestellt. Dieser wurde negativ von der zuständigen Behörde beantwortet. „Unsere Gehwege und Übergänge sind entsprechend ausgebaut und mit einer Ampelanlage ausgestattet,“ erklärt er den negativen Bescheid. „Die meisten Einwohner haben Verständnis für die Situation, da andernorts repariert werden muss,“ sagt Rainaus Bürgermeister Christoph Konle. Vor allem auf den Gemeindeverbindungsstraßen habe der Verkehr sehr stark zugenommen.

„Wir hoffen auf ein schnelles Ende der Maßnahme und darauf, dass dann bald wieder Ruhe im Ort einkehrt, denn diese Situation ist schon sehr belastend“, sagte er abschließend.

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