B-29-Baustelle: So geht's voran

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Die Baustelle der B29 für die Anschlusstelle bei Essingen
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Beim Abschnitt Essingen sind die Brückenbauwerke inzwischen deutlich sichtbar. Welche Arbeiten aktuell erledigt werden und wie der nächste Bauabschnitt vorbereitet wird.

Aalen. Wer nicht täglich auf der B29 zwischen Mögglingen und Aalen unterwegs ist, sondern nur alle paar Wochen mal dort fährt, kann den Fortschritt des Großprojekts „Vierspuriger B-29-Ausbau“ deutlich erkennen: neue Brückenbauwerke, neue Wälle, viel Erde wurde bewegt.

Unterdessen ist die Verkehrsführung seit Herbst vergangenen Jahres im wesentlichen unverändert: Zwischen Ausbau-Ende Mögglingen und dem Essinger Bahnhof rollt man auf leicht verschwenkten Fahrbahnen weitgehend auf dem nördlichen Teil der alten B29 je einspurig in Richtung Aalen und Stuttgart. Diese Regelung wird wohl auch noch bis Dezember bestehen bleiben, heißt es aus dem Regierungspräsidium Stuttgart.

Bauabschnitt eins: In Höhe der jetzigen Ampelkreuzung B 29/L 1080 (Straße Richtung Forst) werden künftig zwei Brückenbauwerke über die die neue B29 und die Bahnlinie führen. Beide stehen als stattliche Betonbauwerke bereits in der Landschaft.

Woran aktuell dort gearbeitet wird: „Am Bauwerk 2, der Brücke über die Bundesstraße, finden zurzeit Abdichtungsmaßnahmen statt. Am Bauwerk 3, der Brücke über die Bahn, wurde das Widerlager inzwischen betoniert“, informiert Lisa Schlager vom Regierungspräsidium.

In weiteren Schritten erfolgt dann die Anbindung: Bau der Ein- und Ausfahrrampen sowie des neuen Kreisels Stockert. Ein weiterer Damm am südlichen Teil ist jetzt gut sichtbar aufgeschüttet.

Als Nächstes stehen Kanalbauarbeiten, die Herstellung von Bordsteinen und Schlitzrinnen und das Ausschalen des Widerlagers bei Bauwerk 3, der Brücke über die Bahn, an.

"Das Wetter beeinträchtigt die Baustelle nur wenig, weil witterungsabhängige Erdarbeiten zurzeit nur im geringem Umfang stattfinden.“

Lisa Schlager, Regierungspräsidium

Bauabschnitt zwei: Er beginnt hinter der Einmündung der L 1165 bei Essingen in Richtung Aalen und endet kurz vor dem Rombachtunnel. Der Abschnitt ist etwa 2,3 Kilometer lang. Er enthält acht mehr oder weniger große Bauwerke, darunter Brücken zum Sofien- und Talhof sowie eine Brücke in Höhe der Firma Lobo. Die Arbeiten für diesen zweiten Bauabschnitt sind ausgeschrieben.

Voraussichtlich im Frühjahr soll der Bau beginnen.

Anschluss Aalen-West: In Höhe der Firma Lobo entsteht der sogenannte Anschluss Aalen-West der neuen B29. Er bindet mithilfe einer Brücke das gleichnamige Gewerbegebiet Dauerwang an die neue B29 an.

Das Areal zwischen der bestehenden B 29 und den Bahngleisen wurde in den vergangenen Wochen mit 35 000 Kubikmetern Erde aufgefüllt. Diese Schüttung ist weitgehend abgeschlossen; sie bildet später die Ab- und Zufahrtsrampen zur B-29-neu, Fahrtrichtung Stuttgart.

Wetter und Sommerferien: Das Wetter beeinträchtige die Baustelle nur wenig, „weil witterungsabhängige Erdarbeiten zurzeit nur in geringem Umfang stattfinden“, heißt es aus dem Regierungspräsidium. Alles in allem sei die Großbaustelle im Zeitplan.

Auch die dreiwöchigen Bauferien im August hätten nicht zu Verzögerungen geführt: Sie waren vorher einkalkuliert.

  • B29 wird vierspurig: Infos zum Bau
  • Fahrbahn: Aus bisher zwei Fahrspuren werden auf dem 3,5 Kilometer langen Abschnitt vier. Die B 29 hat künftig dort eine Gesamtbreite von 26 Metern, inklusive Mittel- und Standstreifen. Die Fertigstellung der vierspurigen Bundesstraße ist für Ende 2024 geplant. Kosten des Ausbaus: fast 50 Millionen Euro.
Die Baustelle der B29 für die Anschlusstelle bei Essingen.
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