B-29-Unfälle: Opferkuch wird deutlich

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Immer wieder kracht es hier: Affalterried ist eine von drei Anschlussstellen ohne Ampelregelung. Der Fachsenfelder Ortsvorsteher Jürgen Opferkuch drängt auf eine Lösung.
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Der Fachsenfelder Ortsvorsteher drängt im Kreistag auf eine schnelle Lösung, um die Gefahrenstelle an der B-29-Anschlussstelle bei Affalterried zu entschärfen.

Aalen

Die B-29-Anschlussstelle bei Affalterried hat am Dienstag auch den Kreistag beschäftigt. Nach dem schweren Unfall am Samstag dort verlangt Kreisrat Jürgen Opferkuch (Freie Wähler) eine "schnelle Lösung". Der Ortsvorsteher von Fachsenfeld war am vergangenen Samstag zufällig am Unfallort und sagte im Kreistag: "Das Geräusch der Rettungsschere ist mir noch in den Ohren." Opferkuch sieht einen dringenden Handlungsbedarf. "Ich fordere, dass wir so schnell wie möglich eine zweite Auffahrt bekommen", sagte Opferkuch – und er wandte sich auch gegen Stimmen aus Affalterried, wo durch den Bau etwa einer zweiten Auffahrt eine Zunahme des Lärms im Ort befürchtet wird: "Was ist schlimmer: Verkehrslärm – oder ständig ein Martinshorn?", so Opferkuch. Mit der derzeitigen Situation wolle er sich auf jeden Fall "nicht zufriedengeben". Aus den Reihen der Kreistagsmitglieder gab es nach Opferkuchs Ausführung lang anhaltenden Applaus.

Unterstützung bekam er auch von Klaus Pavel: "Die Maßnahmen könnten sofort begonnen werden, wenn wir vernünftig sind", sagte der scheidende Landrat und weiter: "Das könnte nächstes Jahr erledigt sein."

Stand derzeit ist, dass sich Landkreis und Stadt mit dem Land wegen einer Lösung abstimmen mit dem Ziel, eine kreuzungsfreie Auffahrt zu schaffen. Experten des Landratsamtes hatten im Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Technik der Stadt, zwei Varianten vorgestellt, um die Situation zu entschärfen: die Kleeblattvariante mit einer zusätzlichen Rampe oder die holländische Lösung mit zwei gesplitteten Rampen.

Am Samstag waren bei einem Unfall an der Stelle zwei Menschen schwer verletzt worden – ein weiterer schwerer Unfall dort.

Bürgerinitiative wirbt für eine Ortsumfahrung als Lösung

Protest: In Affalterried engagiert sich die Bürgerinitiative Affalterried (BI) in der Sache. In einem Papier hat die BI ihre Position zusammengefasst und im April an die Stadt und den Landkreis geschickt. Die Verkehrssituation im Zusammenhang mit der Auffahrt zur Westumgehung sei für die Bürger Affalterrieds unerträglich und "täglich lebensgefährlich", schreibt etwa Anton Kucher von der BI aktuell, jedoch: "Die dringend notwendige Entschärfung der Anschlussstelle auf die B29 darf nicht zu Lasten der Gesundheit und des Lebens der Affalterrieder Bürger gehen." Ein kreuzungsfreier Anschluss – egal in welcher Art – werde für Affalterried nochmals zusätzlichen Verkehr bringen. Daher hat die BI verlangt, dass es keine neuen Straßenbauprojekte in Ortsnähe gibt und entsprechende Pläne sofort" gestoppt werden. Zudem wird eine durchgängig lärmgeschützte Ortsumfahrung mit entsprechenden Anschlüssen an die B 29 gefordert und "massive Lärmschutzmaßnahmen" entlang der B 29.

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