370 neue Wohnungen für Aalen

  • Weitere
    schließen

Aufsichtsrat der Wohnungsbau Aalen informiert sich über Planungen des Unternehmens. Es werden derzeit rund 100 Millionen Euro investiert.

Aalen

Alle zwei Jahre laden Oberbürgermeister Thilo Rentschler und Geschäftsführer Robert Ihl den Aufsichtsrat der Aalener Wohnungsbau GmbH zu einer Rundfahrt zu den jeweils in Bau befindlichen Objekten des Immobilienunternehmens. "Derzeit laufen einige richtig große Projekte", betonte Rentschler eingangs. Denn der Auftrag einer Stadt wie Aalen sei es, für ausreichend Wohnraum zu sorgen, und da sei die Wohnungsbau Aalen aufgrund ihrer Erfahrung und Leistungskraft ein kompetenter Partner. "An den zur Besichtigung vorgesehenen Objekten sind insgesamt 370 Wohnungen mit einem Investitionsvolumen von rund 100 Millionen Euro im Bau oder geplant", erläuterte Ihl.

Der Rötenberg: Erste Station der Tour war das Neubaugebiet am Rötenberg. Dort sind derzeit sieben Wohnblöcke mit insgesamt 71 Wohnungen im Bau. Sie sollen im Frühjahr 2021 alle fertig sein. "Und das ist der erste Bauabschnitt", erklärte Ihl. Rund 18 Millionen Euro werden dort investiert, 70 Prozent der Wohnungen haben drei Zimmer, 18 Wohnungen sind gefördert. Ein zweiter Abschnitt mit weiteren drei Gebäuden ist später geplant. Wolfgang Steidle, Erster Bürgermeister und für den Städtebau zuständig, betonte die günstige Lage der Wohnanlage mit Nähe zu allen wesentlichen Einrichtungen. Rentschler verwies auf die tolle Lage in einem immer attraktiver werdenden Wohnquartier, das aus der Initiative Rötenberg entstehe. Dann ging es für die ganze Gruppe auf der Außenleiter aufs Dach eines der Gebäude, wo die tolle Aussicht begeisterte. Auch eine Wohnung wurde besichtigt.

Die Schlatäcker: Danach fuhr man zum Baugebiet "Schlatäcker II". Auf einem 2600 Quadratmeter großen Grundstück sind dort zwei Anlagen mit 29 Wohnungen geplant, acht davon gefördert. Fast neun Millionen Euro werden investiert. "Hier ist die Topographie schwierig und die Erschließung aufwendiger", sagte Rentschler. Und Steidle erläuterte, dass aufgrund des sandigen Bodens – wie fast überall in Aalen besteht der Boden hier aus "Goldshöfer Sand" , aus der Urzeit – eine Pfahlgründung notwendig sei. "Aber die Bewohner bekommen eine tolle Aussicht und eine gute Anbindung", warb Ihl. Die meisten Wohnungen seien schon reserviert, sagte der Wohnungsbauchef.

Galgenberg Ost: Gleich gegenüber liegt das Gebiet Galgenberg Ost. Die Stadt sieht dort eine Mischung aus Mehrfamilienhäusern und Geschosswohnungen vor, mit etwa 330 Wohnungen und Läden. Bis jetzt ist aber noch kein Bauauftrag vergeben. "Wir müssen vermehrt Wohnungen anbieten, um die Wohnungspreise auch für Menschen mit geringerem Einkommen wieder erschwinglich zu machen", betonte der Oberbürgermeister die Notwendigkeit. Es solle erst innerstädtisch gebaut werden, anstatt an die Stadtränder zu gehen.

Der Pelzwasen: Im Pelzwasen, wo einmal die Markuskirche stand, wird die Wohnungsbau bis 2023 in fünf Gebäuden 35 Eigentumswohnungen und dazu elf Reihenhäuser erstellen. Neun der Wohnungen sind gefördert. Investiert werden hier zwölf Millionen Euro. "Hier werden wir die Hybridbauweise anwenden", sagte Ihl und erklärte: "Tragende Teile und der Aufzugsschacht werden in Beton gegossen, die Fassaden werden vorgehängt." Das sei nachhaltiger und umweltschonender. Auch in diesem Gebiet sei der Untergrund sehr sandig, ergänzt Steidle.

Und die Maiergasse: Letzte Station war die Maiergasse in Wasseralfingen. Auf einem schwierigen, aber interessanten Grundstück sind etwa 20 Wohnungen in zwei Gebäuden geplant. Fertig werden sollen sie spätestens 2023, verbaut werden etwa sechs Millionen Euro. "Sie sehen, wir haben viel vor, aber es ist richtig und absolut notwendig", schloss Rentschler die Fahrt.

Jürgen Eschenhorn

Zurück zur Übersicht: Stadt Aalen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL