3D-Druck im Nanobereich

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Mit dem neuen Nanoimprint-Lithografie-System können Strukturen im Nanometerbereich übertragen werden – diese additive Fertigung wird jetzt von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert.

Neuartiges Fertigungssystem soll es ermöglichen, Forschungsaktivitäten auf Nanostrukturen auszuweiten. Dafür gibt es Forschungsgelder.

Aalen

Additive Fertigung - bekannt als 3D-Druck - gewinnt in der Industrie zunehmend an Bedeutung: im Prototypenbau, bei Bauteilen mit hohem Individualisierungsgrad oder spezieller Geometrie, aber auch in der Serienfertigung von Endprodukten. Am Zentrum für Optische Technologien (ZOT) der Hochschule Aalen wird intensiv zu dieser Zukunftstechnologie geforscht. Im Fokus steht dabei die additive Fertigung optischer Elemente wie Linsen. Die jetzt erfolgte Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ermöglicht dem ZOT, die Forschungsaktivitäten zur Fertigung und Analyse von optisch aktiven Mikrostrukturen auf Nanostrukturen auszuweiten.

Hintergrund: In diesem Jahr hat die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) ein neues Förderprogramm für Hochschulen für angewandte Wissenschaften eingeführt. Ziel des Programms ist, bereits vorhandenen Forschungsaktivitäten auf hohem Niveau einen nochmals deutlichen Schub nach vorne zu geben. Dies erfolgt durch die Bereitstellung von Mitteln für wissenschaftliche Geräte, für Personal zu deren Bedienung und weitere Maßnahmen.

Harter Wettbewerb

Jede Hochschule konnte nur einen Antrag einreichen. 72 Anträge durchliefen den Begutachtungsprozess der DFG. 16 Vorhaben wurden schließlich zur Förderung ausgewählt, darunter auch das der Hochschule Aalen, die rund 1,2 Millionen Euro erhält. Prof. Dr. Andreas Heinrich, Arbeitsgruppenleiter am ZOT, Studiengangskoordinator des Studiengangs „Optical Engineering“ und aktiver Forscher im SmartPro-Netzwerk, freut sich: „Für die strategische Weiterentwicklung des ZOT ist es zwingend erforderlich, dass wir unsere Forschung auf die Nanowelt ausweiten, um zusätzliche wissenschaftliche Fragestellungen zur Beeinflussung von Licht durch Nanostrukturen adressieren zu können. Wir sind daher glücklich über die Förderung.“ Durch das neue additive Fertigungssystem werde eine Lücke in der vorhandenen Geräteausstattung am ZOT geschlossen.

Zusätzliche Förderung

Die DFG fördert zusätzlich ein neues Rasterelektronenmikroskop, mit dem Strukturen im unteren Nanometerbereich analysiert werden können. Prof. Dr. Rainer Börret, Dekan der Fakultät Optik und Mechatronik und ebenso Arbeitsgruppenleiter am ZOT: „Mit dem Großgerät ist es uns nun möglich, gekrümmte Flächen mit Strukturen mit Dimensionen von Nanometern über Mikrometer bis Millimetern zu bedrucken. Damit haben die Studierenden und Forschenden der Hochschule Aalen eine deutschlandweit einzigartige Möglichkeit, einen Beitrag zur Weiterentwicklung der additiven Fertigung zu leisten.“

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