50 Jahre Marienkirche - ein Ort der Zusammenkunft

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Die Kirchengemeinde St. Maria feiert einen Gottesdienst zum 50-jährigen Jubiläum der Einweihung ihrer Kirche. Foto: glo
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Vor 50 Jahren wurde die neue Marienkirche eingeweiht. Das feiert die Gemeinde mit einem Gottesdienst. Frieden schaffen und Miteinander leben können ist Thema der Predigt.

Aalen

Am Sonntag fand in der Marienkirche in Aalen ein Gottesdienst zum 50-jährigen Jubiläum der Einweihung des Gotteshauses statt. Dort, wo bereits vorher die alte Marienkirche stand, wurde 1972 der Neubau errichtet. Betritt man das Innere der Kirche, erschließt sich einem ein weiter Raum mit auffälliger Beton-Architektur des Stuttgarter Architekten Beck-Erlang sowie die 1980 eingebaute Orgel auf der linken Seite - vom Eingang betrachtet. Figuren und Glasfenster aus der alten Kirche wurden übernommen, wodurch eine Verbindung hergestellt wurde. Der Marienteppich in der Mitte des Altarraums zieht beim Betreten die Aufmerksamkeit auf sich und wurde in Reutlingen handgefertigt.

Pfarrer Wolfgang Christoph Sedlmeier begrüßte die Kirchenbesucher zum Gottesdienst und Martin Kronberger, Jugendreferent und Kindergartenbeauftragter, empfahl der Kirchengemeinde, kräftig mitzusingen, da die Temperatur in der Kirche gerade mal 9 Grad betrage. Der Chor, den es laut Pfarrer Sedlmeier schon seit 1868 gebe und über die Jahrhunderte bei sämtlichen Anlässen stets für gute Musik gesorgt habe, begleitete den Gottesdienst unter anderem mit Werken aus der Schubert-Messe.

In seiner Predigt bezog sich Martin Kronberger auf die vorangegangene Lesung aus Jesaja 11 in der es um das Friedensreich Christi geht und wo es ab Vers 6 heißt: „Dann werden Wolf und Lamm friedlich beieinander wohnen, der Leopard wird beim Ziegenböckchen liegen. Kälber, Rinder und junge Löwen weiden zusammen, ein kleiner Junge kann sie hüten.“ Kronberger las dazu aus dem Buch „Es klopft bei Wanja in der Nacht“ von Tilde Michels , das ihn, wie er sagt, seit seiner Kindheit fasziniere und begleite. Es geht um Wanja, der in der Nacht wegen eines Schneesturms erst einen Hasen, dann einen Fuchs und schließlich einen Bären bei sich aufnimmt. Es geht auch um Visionen vom Frieden, um das Miteinander. Denn auch die Marienkirche soll ein Zufluchtsort sein, wo jede und jeder Mensch willkommen ist. Krieg ist schlimm, aber auch im engsten Kreis müsse man Frieden schließen. Sei es mit der eigenen Frau nach einem Streit oder mit dem Nachbarn, dessen Äste über den Zaun hängen. St. Maria, so der Jugendreferent weiter, ist ein Haus, wo sich alle treffen können und er wünsche sich, dass hier auch alle in Frieden leben können. Gebet lässt die Raumtemperatur steigen, bemerkte am Ende des Gottesdienstes Pfarrer Wolfgang Sedlmeier, denn mittlerweile sei das Thermometer immerhin um 4 Grad gestiegen.

Im Anschluss gab es noch die Möglichkeit, sich bei heißen Getränken und Gebäck auszutauschen.

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