Aalbäumle: Bauarbeiten der Sanitäranlagen starten

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Errichtet wird am Aalbäumle ein zwölf mal vier Meter großes Gebäude. Es wird eine Damen-, eine Herren- und Behindertentoilette sowie ein Personal-WC beherbergen.
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Aalens beliebtestes Wanderziel erhält eine zeitgemäße Sanitäranlage. Was die Stadtverwaltung sonst noch plant auf dem Berg.

Aalen

An Aalens beliebtestem Ausflugsziel, am Aalbäumle, wird seit Montag gebaut: Bagger rückten an, begonnen haben Erdarbeiten für den Bau eines Sanitärgebäudes.

Endlich – so mag mancher einen Stoßseufzer gen Himmel schicken. Endlich nähert sich die Zeit der provisorischen Dixi-Klos, die Zeit veralteter hygienischer Bedingungen ohne fließendes Wasser dort oben ihrem Ende. Indes: Eine Wasserleitung auf den Berg zu legen, ist nach wie vor tabu für die Stadt.

Das Vorhaben: Errichtet wird ein zwölf mal vier Meter großes Gebäude. Es wird eine Damen-, eine Herren- und Behindertentoilette sowie ein Personal-WC beherbergen. Die Stromversorgung soll künftig so weit wie möglich durch eine Fotovoltaikanlage gesichert werden – ein Kooperationsprojekt mit der Hochschule Aalen, beschreibt Baubürgermeister Wolfgang Steidle. Sollte der Strom aus erneuerbaren Energien nicht reichen, werde Strom aus einem Aggregat mit Öl aus nachwachsenden Rohstoffen zugeschaltet. Deshalb, so Steidle, werde auch ein sogenannter Batterieraum und ein Technikraum entstehen.

Wasser musste jahrelang von Aalbäumle-Wirtin Inge Birkhold komplett in Eigenregie auf den Berg gekarrt werden. Künftig soll eine 10 000-Liter-Zisterne Regenwasser für die Toilettenspülung speichern, eine weitere Kammer mit gleichem Volumen fängt das Abwasser auf. Frischwasser, zum Beispiel für Kaffee- und Teezubereitung, transportiert künftig der Bauhof für jeden Betriebstag hinauf, sichert die Stadtverwaltung zu. Eine Wasserleitung hochzulegen, komme auch wegen unregelmäßiger Nutzung und drohender Verkeimungsgefahr der Rohre nicht in Frage, so die Stadt.

Die Natur genießen und endlich gescheite Sanitäranlagen dort oben haben.

Wolfgang Steidle Baubürgermeister

Zeitplan und Kosten: Die Firma Awus-Bau hat am Montag mit den Erdarbeiten begonnen, am 25. September soll das Sanitärgebäude fertig sein. Der Abschluss der Elektroarbeiten ist für den 9. Oktober terminiert. In seiner Sitzung im Dezember 2019 hatte der Aalener Gemeinderat 400 000 Euro für das gesamte Vorhaben bewilligt.

Bewirtschaftung: Ohne Bewirtung ist ein Wanderziel bekanntlich nur halb so attraktiv, besonders für Familien mit Kindern. Deshalb hatte die Stadt Vereine aufgerufen, sich zu melden, um an einem oder mehreren Wochenenden dort oben Getränke, Kaffee und Kuchen oder rustikales Vesper zu verkaufen. Ja, es seien Interessenten da, Gruppen, die auch Erfahrung hätten in Bewirtung, und man befinde sich "in der finalen Abstimmung", so Steidle auf SchwäPo-Anfrage. Er sei "guten Mutes", dass "wir ein Team oder eine Gruppe haben werden, die noch im August und September dieses Jahres dort bewirtet". Namen will die Stadt im Laufe dieses Monats bekannt geben.

Fürs nächste Jahr will die Stadt die Bewirtung komplett an einen Pächter vergeben. Doch "noch ist kein Vertrag in trockenen Tüchern", dämpft der Baubürgermeister die Hoffnungen.

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