Aalbäumle: Technik, Toiletten und bald auch ein Pächter

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23 Jahre lang hat Inge Birkhold die Gäste bewirtet. Michael Wiedenhöfer kann sich vorstellen, die Aufgabe zu übernehmen. Archivfoto: BW
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Was an Aalens beliebtestem Ausflugsziel inzwischen gebaut wurde. Michael Wiedenhöfer ist einer der Interessenten für die Bewirtung.

Aalen

Das beliebteste Ausflugsziel der Stadt, die Hütte am Aalbäumle, wird rundum fit gemacht für die Zukunft: Ein Sanitärgebäude mit drei Toiletten ist inzwischen fertig. Zur Abwasserentsorgung wurde eine Zisterne eingebaut, eine weitere sammelt das Regenwasser.

Strom gibt's nur noch in Ausnahmefällen vom Generator. Energie soll künftig die Sonne liefern in einem Umfang, dass dort oben erstmals Elektrogeräte wie ein Kühlschrank, eine Spülmaschine oder auch ein Ofen "problemlos versorgt werden können", informiert die Stadt Aalen.

Bewirtschaftung: Auch in puncto Bewirtschaftung geht es voran: Es seien mehrere Bewerbungen im Rathaus eingegangen, so OB Rentschler. Eine ist definitiv die von Michael Wiedenhöfer. Der 46-Jährige betreibt als Pächter die Waldstube im Hotel Eichenhof und ist Inhaber der Havanna-Bar in der Helferstraße. Gegenüber der SchwäPo bestätigt er, dass er seinen Hut in den Ring geworfen hat: "Als gebürtiger Aalener liegt mir viel daran, dass die Bewirtung am Aalbäumle adäquat fortgeführt wird." Die langjährige Pächterin Inge Birkhold hinterlasse "große Fußstapfen"; wie sie den Betrieb dort oben geführt habe, "das war mehr als sehr gut".

Detaillierte Vorstellungen über das, was er den Gästen am Aalbäumle anbieten will, hat der Gastronom noch nicht. Sicher sei so viel: "Letztlich ist das eine Schutzhütte, da wird man keinen Zwiebelrostbraten erwarten." Die Havanna-Bar und die Waldstube werde er in jedem Falle weiter betreiben. Dass die Aalbäumle-Hütte nicht nur wie bisher am Sonntag, sondern auch am Samstag Ausflügler bewirtet, wie der OB anregt, kann sich Michael Wiedenhöfer durchaus vorstellen.

Eine Bewirtung auch am Samstag kann ich mir gut vorstellen.

Michael Wiedenhöfer Interessent fürs Aalbäumle

Auch über die letzte Pächterin, Inge Birkhold, gibt es immer wieder Gerüchte in Aalen, sie wolle den nun technisch aufgerüsteten Aalbäumle-Betrieb noch mal übernehmen. Auf SchwäPo-Anfrage dementiert sie energisch: "Zu 100 Prozent nein!" Für sie sei es an der Zeit, sich anderen Aufgaben zuzuwenden, sagt die 53-Jährige, die bekanntlich gerade eine OB-Kandidatur in Aalen erwägt.

Testbetrieb der Technik: "Demnächst", so heißt es aus dem Rathaus, soll die Entscheidung über die Verpachtung fallen. Unterdessen sind die Bauarbeiten bis auf kleinere Restarbeiten abgeschlossen. Die Fotovoltaik-Paneele auf dem Hüttendach sind installiert. Den erzeugten Solarstrom speisen sie in drei "E-Batterien" mit je 35,8 kWh-Leistung ein. Sie sollen dafür sorgen, dass die Küchengeräte auch laufen, wenn die Sonne nicht scheint. Eine testweise Inbetriebnahme ist im April geplant, sofern die Komponenten für das Aggregat rechtzeitig geliefert werden. Wegen des Brexit habe sich die Lieferung verzögert, berichtet der Leiter der Gebäudewirtschaft, Markus Haas.

Bei einem Besuch vor Ort machten sich Oberbürgermeister Thilo Rentschler und Baubürgermeister Wolfgang Steidle vor Kurzem ein Bild vom neuen Aalbäumle. Markus Haas und Bauleiterin Lydia-Maria Lang informierten die Verwaltungsspitze über den Stand der Bauarbeiten.

Energieversorgung mit Solarstrom

In Zusammenarbeit mit der Hochschule Aalen wurde ein Konzept für eine umwelt- und klimafreundliche Energieversorgung ausgearbeitet. Zur Finanzierung dienen 25 000 Euro Preisgeld, die die Stadt als Auszeichnung im Wettbewerb "Klimaaktive Kommune" erhalten hat.

"Ein gelungenes Beispiel für den Transfer aus der Forschung in die Praxis", so Prof. Martina Hofmann vom Lehrstuhl Erneuerbare Energien der Hochschule Aalen. Erkenntnisse aus den aktuellen Forschungsprojekten zu Second Life Speichern seien hier eingeflossen, sagt sie.

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