Aalen auf dem Weg zu einem Fahrradparadies?

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Viel Platz, dennoch schwierig: Radfahrer und Fußgänger müssen sich an der Spielstraße die Fläche teilen.

Der ADFC will zum Radfahrklima in Aalen wissen: Wie bewerten Radfahrerinnen und Radfahrer die Situation vor ihrer Haustür?

Aalen

Um dies zu klären, führt der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) bis zum 30. November eine bundesweite Online-Umfrage durch. Diese soll den Verantwortlichen in Städten und Gemeinden helfen, Stärken und Schwächen ihrer bisherigen Radverkehrsförderung zu erkennen. Der Club bittet Radfahrerinnen und Radfahrer deshalb, am großen ADFC-Fahrradklima-Test 2022 teilzunehmen und ihre Erfahrungen einzubringen. Jede Stimme zählt!

Die Stadt Aalen hat viel vor und will in den kommenden Jahren viele Millionen Euro in die Hand nehmen, damit mehr Menschen auf das Fahrrad umsteigen. Hierzu will die Stadt ein durchgehendes Netz von Radwegen zu allen Stadtteilen und Nachbarorten schaffen. Und zwar mit Rad-Wegweisern, sicheren Fahrradständern an allen nötigen Stellen und Öffentlichkeitsarbeit fürs Radfahren.

Was läuft schon gut? Wo hakt es noch in Aalen?

Einiges davon hat die Stadt bereits umgesetzt, anderes ist noch in Planung. Der ADFC-Fahrradklima-Test soll nun zeigen: Wie beurteilen die Aalener Radfahrerinnen und Radfahrer die jetzige Situation? Was läuft schon gut? Was kann noch besser werden – was muss besser werden? Ist die Stadt auf dem richtigen Weg?

Der ADFC bittet alle Radfahrerinnen und Radfahrer – jung und alt –, sich ein paar Minuten Zeit für die Befragung auf www.fahrradklima-test.adfc.de zu nehmen. Je mehr Menschen an dem Test teilnehmen, desto stärker ist dessen Aussagekraft für Aalens Gemeinderat und die Stadtverwaltung. Nachdem im Jahr 2020 beim Fahrradklimatest in Aalen 330 Personen mitgemacht haben, möchte der ADFC Aalen in diesem Jahr die 500er Marke knacken.

Teilnahme bis 30. November möglich

Bei der Umfrage werden 27 Fragen gestellt – beispielsweise, ob das Radfahren Spaß macht oder Stress bedeutet, ob Radwege von Falschparkern freigehalten werden und ob sich das Radfahren sicher anfühlt. Dazu kommen dieses Jahr weitere Fragen, die besonders auf die Bedürfnisse von kleineren Orten im ländlichen Raum abzielen.

Dabei geht es unter anderem darum, ob zentrale Ziele wie Schulen, Einkaufsmöglichkeiten oder Arbeitsstätten mit dem Fahrrad gut erreichbar sind und wie sicher sich die Wege in die Nachbarorte anfühlen. Zum Schluss der Umfrage können konkrete Wünsche, Anregungen und Kritik vermerkt werden.

Die Umfrage findet noch bis zum 30. November statt. Die Ergebnisse werden im Frühjahr 2023 präsentiert. Ausgezeichnet werden die fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden nach sechs Einwohner-Größenklassen sowie zudem diejenigen Städte, die seit der letzten Befragung am stärksten aufgeholt haben.

Mitmachen Am Samstag, 1. Oktober, ab 9.30 Uhr werden Aktive des ADFC Aalen mit einem Stand auf dem Aalener Marktplatz für die Teilnahme werben. Wer möchte, kann sich dort informieren und den Fragebogen ausfüllen.

So bitte nicht: Falschparker auf dem Radweg.
An der Gartenstraße wird der öffentliche Raum für alle beengter.

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