Aalen City: Wir haben offen!

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Tobias Funk (r.), Geschäftsführer von Mode Funk, hilft den Kunden beim Check-in in sein Modehaus. Einfach per Smartphone den QR-Code scannen und Name und Telefonnummer eingeben. Oder alternativ die persönlichen Daten per Hand in eine Liste eintragen.
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Einkaufen unter Auflagen: So funktioniert "Click and Meet" in den Geschäften. Großer Andrang indes blieb am Montag aus.

Aalen

Haben die Geschäfte in der Aalener City nun geöffnet oder nicht? Die Antwort der Händler ist eindeutig: "Ja, wir haben offen." Fast im Minutentakt fällt dieser Satz der Verkäufer am Telefon. Da die 7-Tage-Inzidenz seit Freitag stabil über der 50-Marke liegt, hat die Corona-Verordnung vorgesehen, dass das Einkaufen in Geschäften nur noch per "Click and Meet" erlaubt ist – also mit vorheriger Terminbuchung.

"Die Kunden sind sehr verunsichert", stellt Tobias Funk, Geschäftsführer von Mode Funk, fest. Im Vergleich zur vergangenen Woche sei die Kundenfrequenz an diesem Montag durchwachsen. Ein ähnliches Bild zeichnet sich auch im SchwäPo-Shop und in der Buchhandlung Osiander ab. Kein Vergleich zu den euphorischen Besucherströmen in der ersten Woche nach dem Lockdown.

Spontan einkaufen ist möglich

Dabei sei bei ihm eine Terminbuchung im Vorfeld eigentlich nicht nötig, meint Tobias Funk. "Das Beste ist, wenn man einfach am Eingang nachfragt, ob noch was frei ist." Im Modehaus Funk dürften unter Einhaltung der Corona-Regeln derzeit rund 60 Kunden gleichzeitig einkaufen. Und wenn die Kapazität einmal doch ausgereizt sein sollte, sei die Wartezeit auch nicht sehr lange, meint Funk.

Es ist noch nicht die Zeit zum Bummeln.

Daniela Malke SchwäPo-Shop

Der Check-in am Eingang funktioniert meist schnell. Entweder der Kunde trägt Name, Adresse und Telefonnummer in eine Liste ein oder scannt per Smartphone einen QR-Code und gibt Vor- und Nachnamen sowie die Telefonnummer ein. Dann kann das Shoppen wie gewohnt losgehen. Anschließend, wenn man das Geschäft wieder verlässt, muss man sich nur noch abmelden und das war's. Kein Papier, keine weitere Datenerfassung.

So funktioniert es auch im SchwäPo-Shop. Dort können rund 18 Kunden gleichzeitig im Laden sein. Trotz Schmuddelwetter am Montag ist einiges los im SchwäPo-Shop. "Doch weniger als erhofft", sagt Daniela Malke, Assistenz der Geschäftsleitung. Trotzdem stapelt sich das Papier der händisch ausgefüllten Kontaktnachverfolgungszettel am Nachmittag. Wer seine Daten nicht angeben möchte, muss draußen bleiben. "Wir setzen das Hygienekonzept konsequent um. Nur zwei Kunden wollten ihre Daten nicht angeben", sagt Malke. "Die meisten Kunden machen jetzt gezielte Einkäufe. Es ist noch nicht die Zeit zum Bummeln."

Buchhandel ist systemrelevant

Ganz ohne Terminbuchung und Datenerfassung hingegen kann man in Buchläden einkaufen. "Wir haben weiterhin ganz normal geöffnet", sagt Martina Lietze, Filialleiterin der Buchhandlung Osiander. Denn laut neuer Corona-Verordnung zählen Buchhandlungen zu den Geschäften mit Produkten für den täglichen Bedarf. Jedoch ist vom Kundenstrom der vergangenen Woche auch hier nichts zu spüren. "Im Vergleich dazu ist die Kundenfrequenz stark rückläufig", berichtet sie.

Der Einzelhandel hat weiterhin geöffnet

Aalen. Solange die 7-Tage-Inzidenz über dem Wert von 50 liegt, dürfen Geschäfte unter Auflagen wie "Click and Meet" offen bleiben. Liegt die Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Tagen unter 50, kann der Einzelhandel wieder wie gewohnt unter Berücksichtigung der Hygieneauflagen die Türen öffnen.

In Buchhandlungen, wie hier bei Osiander, kann man ohne vorherige Datenerfassung einkaufen – denn seit Neuestem gelten sie als systemrelevant.

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