Aalen: Öffnet die City ab dem 15. April?

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OB Thilo Rentschler schreibt an Minister Lucha und bietet Aalen als Modellprojekt nach Tübinger Vorbild an.

Aalen. Angesichts des fortdauernden Corona-Lockdowns mit nur kurzen Unterbrechungen ist OB Thilo Rentschler in ernsthafter Sorge um die Existenz von Aalens Handel, Gastronomie und Kulturschaffenden. Darum hat er sich am Freitag mit einem Schreiben an Baden-Württembergs Sozialminister Manfred Lucha gewandt. Darin beantragt er zu prüfen, ob eine Öffnung des Aalener Einzelhandels, der Gastronomie und der Dienstleistungsbetriebe ab dem 15. April möglich sei.

Dazu bietet Rentschler die Öffnung der Aalener Innenstadt nach dem Vorbild Tübingens als Modellprojekt an. "Ich bin mir sicher, dass eine Rückkehr zum gesellschaftlichen Leben mit Gastronomie, Dienstleistung und Einzelhandel auch unter Corona-Bedingungen sicher möglich ist", führt der OB aus. Das Beispiel Tübingen zeige dies eindrucksvoll.

Geregelte Rückkehr

Durch eine konsequente digitale Nachverfolgung der Kontakte, durch eine Ausweitung der Teststrategie sowie durch Einführung von Tageszertifikaten nach dem Tübinger Modell ließe sich eine geregelte Rückkehr zu einem Mindestmaß an gesellschaftlichem Leben in den Städten ermöglichen, meint Rentschler. Unter diesen Vorgaben sei auch eine inzidenzunabhängige Wiedereinführung von "Click & Meet möglich in Verbindung mit einer konsequenten digitalen Kontaktnachverfolgung. Gerne wolle Aalen mit seinem Innenstadtverein "Aalen City aktiv" (ACA) beweisen, dass dieser Weg nicht nur in einzelnen Städten im Land möglich ist.

Für eine Öffnung des Theaters

Einen weiteren Modellantrag stellt Rentschler für die Öffnung des Theater der Stadt Aalen und das Programmkino – beides im Kulturbahnhof. "Wir wollen auch hier modellhaft für Städte im ländlichen Raum vorangehen und beispielhaft aufzeigen, dass eine Öffnung unabhängig von Inzidenzen sicher möglich ist", schreibt Rentschler weiter. Auch die Eröffnung des Aalener Kulturbahnhofs unter Corona-Bedingungen im Oktober vergangenen Jahres habe dies gezeigt.

Der OB macht deutlich: "So wie sich die Lage in den vergangenen Wochen zugespitzt hat, kann es nicht mehr weiter gehen. Wir brauchen einen soliden Ansatz: mit Augenmaß, mutig, mündig und eigenverantwortlich."

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