Aalen schreibt doch die schwarze Null

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Entgegen der Erwartungen macht die Stadt bis Ende des Jahres wohl doch keine neuen Schulden.
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Entgegen der Erwartungen macht die Stadt bis Ende des Jahres wohl doch keine neuen Schulden.

Aalen. Gute Nachrichten hatte die Stadtkämmerei zu verkünden. Im Finanzausschuss gab der stellvertretende Kämmerer, Wolfgang Barth, einen Zwischenbericht zum Haushalt ab. Als der Gemeinderat den Plan für dieses Jahr verabschiedet hat, ist man noch davon ausgegangen, dass am Ende des Jahres ein negatives Ergebnis bleibt und damit die Schulden weiter wachsen. Doch die Wirtschaft habe sich besser entwickelt als gedacht. Trotz Ukrainekrieg rechnet die Stadtverwaltung mit mehr Steuereinnahmen. Barth geht daher davon aus, dass am Ende des Jahres die schwarze Null im Haushalt steht, dass also die Stadt Aalen so viel einnimmt, wie sie ausgibt.

Den Investionsionsplan über 84 Millionen Euro nannte Barth „sehr ambitioniert“. Oberbürgermeister Frederick Brütting sagte, es werde immer schwieriger, große Baumaßnahmen umzusetzen. „Es ist alles viel zäher geworden.“ Hintergrund: Wegen des Ukrainekriegs sind die Baukosten gestiegen und Baumaterial ist oft nur schwer zu beschaffen. Laut Brütting kann der Bildungscampus Braunenberg trotz Mehrkosten finanziert werden. Stolz fügte er an: „Seit ich Oberbürgermeister bin, hat die Stadt Aalen keine Schulden gemacht.“

„Der Hammer wird wohl 2023 kommen“, sagte Ralf Meiser (Grüne). Seine Sorge sei, dass von Krise zu Krise die Kluft immer größer werde. „Das sollten wir im Auge behalten bei künftigen Investitionen.“

Nadine Patzelt (CDU) findet es „gut, dass man in den letzten Jahren so viel investiert hat.“ Für die Zukunft zeigte sie sich zuversichtlich.

Zuversichtlich blickt auch Hermann Schludi (SPD) in die Zukunft. „Nach drei Jahren Krisenmanagement sind wir schon in der Lage, die Situation auch weiterhin zu meistern.“ In der Krise 2008 und 2009 seien die Einschnitte wesentlich drastischer gewesen.
Erfreulich nannte Thomas Rühl (Freie Wähler) den Finanzzwischenbericht und hofft, dass der kommende Finanzzwischenbericht gleich ausfällt.

Bei den Steuerzahlern bedankte sich Inge Birkhold (Zählgemeinschaft Birkhold/Traub). Den Betrieben seien die Einnahmen zu verdanken. Außerdem könne man von Rücklagen zehren dank der guten Arbeit in den Vorjahren. Große Investitionen empfahl sie, zeitlich auszudehnen, um Liquiditätsprobleme zu überbrücken.

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