Jahresrückblick 2022

Aalen sendet ein starkes Zeichen der Solidarität

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Viele hunderte Menschen besuchen auf dem Aalener Marktplatz die Kundgebung für Solidarität mit der Ukraine und Frieden in Europa.
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Viele hundert Menschen besuchen auf dem Aalener Marktplatz die Kundgebung für Solidarität mit der Ukraine und Frieden in Europa.

Aalen

Am Ende ist es nicht sicher: Sind es 1000 Menschen, wie die Stadt Aalen es angibt? Oder sind es die 600, wie die Polizei berichtet? Am Ende ist es ja auch vielleicht egal. Aber die viele hundert Menschen, die auf dem Aalener Marktplatz zusammengekommen sind, sie senden ein starkes Signal der Solidarität mit den Menschen in der Ukraine.

Oberbürgermeister Frederick Brütting sagte eingangs seiner kämpferischen Ansprache, dass es genau darum gehe: Zusammenzustehen „und gemeinsam t Wladimir Putin die Stirn“ zu bieten - und dies mit großem Respekt für alle diejenigen, „die trotz Strafen und Gefängnis auch in Georgien, Weißrussland und Russland auf die Straße gehen“. Der Überfall auf die Ukraine sei ein Tabubruch „von historischer Dimension“, ein Überfall auf ein friedliches und souveränes Land, „das sich die Freiheit auf die Fahnen geschrieben hat“. Der Überfall sei nicht nur ein Angriff auf die Ukraine, sondern erschüttere die „Grundfesten der freien Welt“. „Putin muss gestoppt werden“, rief Brütting in den Aalener Nachthimmel. Sanktionen seien das eine, das andere sei, sich unabhängig zu machen von Energieimporten. Zudem gehe es um ein „starkes Zeichen der Unterstützung und der Solidarität“, das von Aalen in die Ukraine gesendet werde.

Landrat Dr. Joachim Bläse sprach angesichts des vollen Platzes vor dem Rathaus von einem „wunderbaren Moment“ und dankte den Organisatoren - zur Veranstaltung hatten SPD, CDU, Grüne, FDP, Die Linke und die IGM aufgerufen. In seiner sehr emotionalen Ansprache sagte Bläse, dieser Angriff auf die Ukraine, recht- und grundlos begonnen, sei „ein Angriff auf alle Demokraten“. Und weiter: „Herr Präsident, stoppen Sie diesen Krieg!“ Krieg sei immer eine Spirale. Aalen und der Ostalbkreis setzten dagegen „ein Zeichen für Demokratie und Frieden“. Bläse sprach aber auch von einer Zeitenwende und davon, dass von Veranstaltungen wie der in Aalen das Zeichen einer wehrhaften Demokratie ausgesandt werde. An die Menschen in der Ukraine gewandt versprach der Landrat: „Wir vergessen Euch nicht, wir werden zeigen, was Hilfsbereitschaft bedeutet“.

Viele Menschen demonstrieren am Montagabend in der Aalener Innenstadt für ein Ende des Krieges in der Ukraine.
Viele der Besucher der Kundgebung trugen die ukrainischen Farben Blau und Gelb.

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