Der Aalener Sobek-Steg in Zahlen 

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Visualisierung des Sobek Stegs.
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Das sind die wichtigsten Daten und Fakten rund um den Fußgängersteg über die Bahngleise.  


Aalen. Im Mai haben die Bauarbeiten zum Fußgängersteg begonnen. Die Brücke wird die Bahngleise überspannen und Stadtoval und Innenstadt miteinander verbinden. Dank Aufzügen in den Türmen auf beiden Seiten wird der Steg barrierefrei. Das sind die technischen Daten und weitere wichtige Zahlen und Fakten zum Großprojekt: 


141 Meter lang ist das Bauwerk insgesamt. Die beiden Türme auf den Seiten tragen aber nicht die ganze Last allein. Zwischen den Gleisen sind zusätzlich zwei Stütze geplant. Die sogenannten Spannweiten, also die Distanzen von Turm zu Stütze, von Stütze zu Stütze und von Stütze zu Turm betragen 50 Meter, 44 Meter und 38 Meter. 


3,3 Meter breit ist die Brücke insgesamt. Die eigentliche Gehbahnbreite ist ein wenig schmaler. 2,5 Meterbreit ist der Korridor für die Fußgänger. 


12,5 Meter hoch sind die Aufzugtürme. Der obere Teil beider Türme ist verglast, damit von dort der Ausblick möglich ist. Wer lieber Treppen steigt, geht spindelförmig die Stufen um den Aufzugsschacht herum nach oben. 


8,5 Meter hoch führt der Fußgängersteg über die Bahngleise und Hochspannungsleitungen hinweg. Wenn in der Nähe der Hochspannungsleitungen gearbeitet werden muss, werden die betroffenen Bereiche vom Stromnetz genommen. Daher werden solche Arbeiten nachts erledigt, wenn keine Züge fahren. 


210 Tonnen Stahl werden für die Brücke verbaut. Die Bauteile dafür werden im Moment vorproduziert. Ende August bis Anfang Oktober sollen die Brückenteile mit Großkränen eingehoben werden. 


6000 laufende Meter Holzlammelen werden für die Fassade des Fußgängerstegs über die Bahngleise verarbeitet. 


Monate Bauzeit – Mai 2022 bis Januar 2023 – sind laut Baustellenschild vorgesehen. Vielleicht dauert es auch bis Februar 2023. Baubürgermeister Wolfgang Steidle hat vor Kurzem im Gemeinderat von einer Fertigstellung bis Fasching gesprochen. Der Bauzeitenplan ist eng getaktet und mit der Bahn abgestimmt. Viel Spielraum sei nicht, sagte Tiefbauamtschef Stefan Pommerenke vor Kurzem im Gespräch mit der SchwäPo. 


10,39 Millionen Euro kostet der Fußgängersteg am Stadtoval nach aktueller Berechnung. 700 000 Euro Fördergeld sind bereits geflossen. Die Stadt hofft, dass das Land Zuschüsse in Höhe von 60 Prozent der Kosten bewilligt. Doch da das Land in dieser Sache von Bundesmitteln abhängt und der Bundeshaushalt noch nicht beschlossen wurde, könne das Land noch keine Zusage geben. So hat es OB Frederick Brütting vor Kurzem in den Gemeinderatsausschüssen erläutert. 


13 Jahre wird über den Steg bereits diskutiert. Der Gemeinderat hatte 2009 das Büro Drees und Sommer mit einer Potenzialanalyse für eine Stadterweiterung auf dem Stadtoval beauftragt. Das Büro empfahl damals zur besseren Anbindung des neuen Quartiers, einen Steg zu bauen oder die bestehenden Unterführungen aufzuwerten. 


3 Millionen Euro sollte der Steg geschätzt knapp kosten, als die Stadtverwaltung 2015 das erste Mal Informationen zu den Kosten gab. Später erhöhte der Gemeinderat mehrmals die Finanzierung. 

16 Stadträtinnen und -räte stimmten zuletzt gegen die Erhöhung der Finanzierung auf 10,39 Millionen Euro und gegen die Vergabe der letzten Arbeiten. Die Mehrheit stimmte aber dafür. Kritiker des Projekts argumentieren, dass der Steg zu teuer ist und zu wenig Nutzen bringt, schließlich gebe es in unmittelbarer Nähe zwei Unterführungen. Außerdem wird bemängelt, dass der Steg nicht überdacht ist und dass er keinen direkten Zugang zu den Tunneln unter den Bahngleisen und damit keinen direkten Zugang zu den ankommenden und abfahrenden Zügen bietet. Da außerdem noch nicht klar ist, ob weitere Fördergelder fließen, sind manche in Sorge um die Finanzierung des Projekts. 

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