Aalener dreht Kurzfilm

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Mit beeindruckenden Zeitrafferaufnahmen aus der Region machte sich der Aalener Robin Seifert bereits einen Namen. Jetzt hat er seinen ersten Kurzfilm im Internet veröffentlicht. "Shadows Within" ist ein eher düsteres Werk mit einer wichtigen Botschaft. Drehorte sind Essingen, Ebnat und Heubach.

Ein Mädchen wacht im Wald auf. Wirkt desorientiert, fast verstört. Dazu die Musik – dramatisch. Der viereinhalbminütige Kurzfilm "Shadows Within" von Robin Seifert kommt komplett ohne Dialog aus. Erfahrung mit Filmen hat der 22-Jährige bereits. Einige Zeitrafferfilme rund um Aalen hat er bereits veröffentlicht. Jetzt wollte er einen Schritt weiter gehen. "Zeitrafferaufnahmen sind schön und gut, aber hier steht mehr der zeitliche Aufwand als das filmerische Können im Vordergrund", erklärt er. Daher sah er es als notwendig an, einen Schritt weiterzugehen und ein Projekt anzugehen, welches ihm dabei hilft, Erfahrungen im Bereich Film zu sammeln. Daher nun der Kurzfilm. Zwar hat Robin Seifert an der Hochschule Aalen angefangen zu studieren – Optoelektronik und Lasertechnik. Doch eigentlich zieht es ihn zum Film. "Mein Traum ist ein Filmstudium in Stuttgart", sagt er. Für seinen ersten Kurzfilm hat er Katja Miller engagiert – das verirrte Mädchen im Wald. Sie kommt aus Neu-Ulm und studiert in Aalen an der Hochschule. "Sie hat auch die Fähigkeit, Unwohlsein und Verwirrung mit Gesichtsausdrücken darzustellen, was wichtig für den Film war, da es keinen Dialog gab und ihr Empfinden nur durch Gestik gezeigt werden musste", erklärt Robin Seifert. Als Hobby modelt sie und hat schon Erfahrung im Umgang mit der Kamera. Auf ihrer Suche nach einem Ausweg aus dem Wald stößt ihr Charakter im Film auf Gegenstände aus ihrem Zimmer. Auf der weitergehenden Suche steht sie sich nun selbst gegenüber und sucht anschließend einen Weg, um aus dem Traum zu erwachen, den sie auch findet. "Die Moral des Kurzfilms ist, dass sich viele Menschen selbst daran hindern, etwas zu tun. Sie stehen sich also selbst im Weg. Die einzige Person, die dir im Weg stehen kann, bist du selbst – in deinem Kopf", erklärt Seifert die Aussage des Films. Gedreht wurde nachmittags an zwei Tagen bei Ebnat im Wald, in Heubach auf dem Rosenstein und in Essingen – in der Summe etwa acht Stunden. "Insgesamt habe ich in Planung, Dreh und Nachbearbeitung etwa einen Monat investiert", sagt er. Die Ausrüstung: Eine Panasonic-Kamera GH4 mit verschiedenen Objektiven mit unterschiedlicher Brennweite. Dazu ein Mikrofon und ein spezielles Videostativ für weiche Schwenkbewegungen. Neben der professionell wirkenden Kameraführung fällt vor allem auch die fesselnde Musik auf, die die Aufnahmen in eine dramatische, unheilvolle Atmosphäre verpacken. "Diese wurde extra für diesen Kurzfilm von Oliver Dauser aus Lauchheim komponiert und abgestimmt", sagt Robin Seifert. Die ersten Kommentare seiner Zuschauer auf Youtube fallen durchaus positiv aus. Ein weiteres Projekt ist in den Grundzügen bereits vorhanden. "Ein etwas längerer Kurzfilm, der sich mit dem Thema ‘Zeit' auseinandersetzt", verrät der Filmer.

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