Aalener Ehepaar wurde Opfer von falschen Polizeibeamten - 34.000 Euro Schaden

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Symbolbild

Die Polizei sucht nach Zeugen, die die Betrügerin am Gmünder Amtsgericht gesehen haben.

Aalen. Wie die Polizei in einer Pressemitteilung berichtet, erhielten in den vergangenen Tagen eine Vielzahl von Bürgerinnen und Bürgern im Präsidiumsbereich wieder Anrufe von vermeintlichen Polizeibeamten erhielten. Diese erzählten ihnen am Telefon, dass Angehörige in einen schweren Unfall verwickelt gewesen sind und nun zur Hinterlegung einer Kaution dringend Bargeld benötigen. Glücklicherweise lief der Großteil der Anrufe ins Leere und die Angerufenen erkannten den Betrugsversuch.

Ein Ehepaar aus einem Teilort von Aalen war durch das Telefonat so besorgt, dass sie tatsächlich zur Bank gingen und 34.000 Euro abhoben. Obwohl der Angestellte der Hausbank misstrauisch wurde und die beiden auf den Sachverhalt ansprach, gaben sie ihm gegenüber keinerlei Auskünfte über die Verwendung des Geldes. Der Angestellte verständigte deswegen kurz darauf die Polizei. Trotz sofort eingeleiteter intensiver Suchmaßnahmen, Ermittlungen und Kontaktaufnahme zu Angehörigen des Paares konnte eine Geldübergabe durch die Polizei - die gegen 16.30 Uhr in Schwäbisch Gmünd im Bereich des Amtsgerichtes stattfand - leider nicht mehr verhindert werden.

Die Geldabholerin, die sich Frau Maier nannte, konnte folgendermaßen beschrieben werden: Etwa 25-35 Jahre alt, ca. 160 cm groß, schlanke Figur, schwarze schulterlange Haare, südeuropäisches Aussehen, cognacfarbene lange Steppjacke, dunkle Hose, rote Strickmütze, schwarze schmale Brille, Mund-Nasen-Schutz. Zudem trug sie eine längere Umhängetasche mit sich. Die Frau telefonierte während der gesamten Zeit mit einem kleinen Mobiltelefon.

Vom Amtsgericht entfernte sich die Betrügerin in Richtung Bahnhof Schwäbisch Gmünd. Eventuell wurde die Frau im Bereich der Treppen des Amtsgerichts Schwäbisch Gmünd von mehreren Personen gesehen.

Wer entsprechende Beobachtungen gemacht hat, wird gebeten dies der Kriminalpolizei des Polizeipräsidiums Aalen unter der Rufnummer (07361) 5800 mitzuteilen.

In diesem Zusammenhang gilt:

- Bleiben Sie skeptisch, wenn jemand am Telefon von Ihnen Geld verlangt - Übergeben Sie niemals Bargeld oder Wertgegenstände an Ihnen fremde Personen - Fragen Sie bei Ihren Angehörigen nach - Verständigen Sie umgehend die Polizei, wenn Sie Anrufe mit Geldforderungen bekommen. Legen Sie hierzu auf und wählen Sie die Nummer der örtlichen Polizeidienststelle oder die 110

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