Aalener Opas erzählen ihre großen Flussabenteuer

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Klaus Diebolds Enkel Luis (o.) und Oskar (u.) wollen vielleicht eines Tages die Abenteuer ihres Opas (r.) und dessen Freund Rudi Rehm (l.) nacherleben.
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Wie aus dem Ausflug mehrerer 18-Jähriger vor fast 50 Jahren jetzt ein Kinderbuch entstanden ist.

Aalen

Opa, mehr!“ , rufen Luis und Oskar begeistert. Sie wollen mehr Geschichten von Rudl und Lapunzel hören. Das sind die Autoren und Protagonisten des gerade erschienenen Kinderbuches „Die Fluss-Abenteuer“. Rudi Rehm und Klaus Diebold verbergen sich hinter den Pseudonymen.

Die beiden erzählen wie es zum Buch kam: Vor fast 50 Jahren starteten die damals 18-jährigen Freunde Eberhard Gayer, Thommy Kratky, Rudi Rehm und Klaus Diebold eine dreiwöchige Reise mit zwei Klepper-Faltbooten. Von Heilbronn auf dem Neckar und über den Rhein ging es rund 550 Kilometer bis nach Köln. An Bord befanden sich ein Zelt, ein einflammiger Campingkocher, nur wenige D-Mark und die nötigste Kleidung – mehr Platz gab es nicht.

Mit sechs bis acht Stunden täglich auf dem Wasser und einem Durchschnitt von 30 Kilometer pro Tag war die Tour anstrengend, aber auch ein erlebnisreiches Abenteuer für die jungen Männer. Zu deren Erleichterung übernahm eine Spedition den Rücktransport einschließlich der Ausrüstung. Am Ende des Trips, mit nur noch zehn Pfennigen in der Tasche, waren sie sich sicher: „Von diesen unvergesslichen Momenten werden wir noch unseren Enkeln erzählen.“

Während der Corona-Pandemie geschah genau dies – und die Enkel hörten mit großen Augen und voller Begeisterung zu. Das inspirierte Rudi Rehm und Klaus Diebold zu ihrem Kinderbuch und weckte ihre Kreativität zu dessen Gestaltung. Sie verarbeiteten ihre spannenden Erlebnisse in Reimform und mit lustigen Illustrationen. Rehms und Diebolds Enkel fragten immer wieder nach, ob das wirklich alles so passiert sei. Das fantastische Feedback befeuerte die Autoren zum Weitermachen. Heute blättern die Kleinen noch wild durch die kleinen Episoden, wollen vorgelesen bekommen, kennen Auszüge bereits auswendig.

Geburtstagsfeier fällt flach

„Klaus hatte am dritten Tag seinen 18. Geburtstag. Die geplante Feier fiel aus, weil es so heiß war und wir alle vom Sonnenbrand gezeichnet waren“, erklärt Rehm den Hintergrund zum zweiten Kapitel „Sonne-Hitze-Gewitter“.

„Die Binnenschifffahrt brachte uns in manch kritische Situation. Der starke Wellengang ließ das brackige Wasser des Rheins in die Boote schwappen. Alles war nass. Aber die Bootsclubs waren hilfsbereit und freundlich. Da konnten wir uns ausruhen und unsere Ausrüstung auf den Wiesen trocknen“, ergänzt Diebold zu Kapitel „Riesenkahn“. Auch das Tragen der Boote an den Schleusen des Neckars ist thematisiert. Hier und da fließen fiktionale Passagen ins Buch ein. Oder ein Vorkommnis von einer anderen Reise wird verarbeitet.

Rehm und Diebold sind überzeugt, dass man heute diese Reise noch realisieren könnte. „Das ist doch toll, mit Städten wie Heidelberg und Rüdesheim oder Landschaften wie das Mittelrheintal“, schwärmt Rehm. „Es ist eine schöne, entspannte Art, die Landschaft zu erkunden. Ökologische und aktive Reisen in Deutschland sind ja wieder im Trend“, bestätigt Diebold.

Wer seinen Kindern oder Enkeln eine Freude mit Rudl und Lapunzel machen möchte, kann das Buch unter r.t.rehm@gmail.com oder info@aktiv-reisen-diebold.de bestellen. Rudi Rehm und Klaus Diebold haben das Buch im Eigenverlag aufgelegt. Sie möchten nur eine Spende für den guten Zweck, geben den kompletten Umsatz weiter.

Ökologische Reisen in Deutschland sind ja wieder im Trend.“

Klaus Diebold, Co-Autor

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