Aalener Ortsvorsteher: Welche Investitionen sind die wichtigsten?

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Die baulichen Maßnahmen am Bildungscampus Braunenberg sind bereits sichtbar. Bäume gefällt sind gefällt, die überdachten Verbindungsgänge zwischen den Gebäudeteilen sind abgebroche.
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Die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher sprechen über Projekte, die im städtischen Haushaltsplanentwurf verankert sind und über solche, für die kein Geld eingestellt wurde.

Aalen

Für welche Projekte wird dieses Jahr Geld ausgegeben und für welche nicht? Oberbürgermeister Frederick Brütting hat den Haushaltsplanentwurf in den Aalener Gemeinderat einbracht. Nach den Weihnachtsferien gehen die Beratungen im Gremium dazu weiter. Im zweiten Teil der SchwäPo-Serie ?Zukunft der Teilorte? antworten die Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher auf die Fragen: Welches sind die wichtigsten Investitionen, die in Ihrem Ort anstehen? Sind ausreichende Mittel dafür im Haushaltsplanentwurf eingestellt?

Andrea Hatam (Wasseralfingen) nennt als ?die wichtigsten und kostspieligsten Investitionen? den Bildungscampus am Braunenberg sowie die Sanierung des Gebäudes B und der Neubau eines Grundschulgebäudes an der Karl-Kessler-Schule. ?Auch der Neubau des Feuerwehrgebäudes ist ein sehr wichtiges Projekt, das leider schon einige Jahre geschoben werden musste?, sagt Hatam. Da nicht alles im Laufe der nächsten Jahre fertiggestellt werden könne, werde auch die Finanzierung über den aktuell geplanten Zeitraum der mittelfristigen Finanzplanung hinausgehen. ?Es muss noch viel zusätzliches Geld eingestellt werden?, sagt die Wasseralfinger Ortsvorsteherin.

Florian Stütz (Unterkochen) sagt: ?Im kommenden Jahr wird die wichtigste Investition der Neubau der Feuerwache mit der Umgestaltung der Aalener Straße sein.? Die Maßnahme sei im Haushalt verankert

Sabine Kollmann (Fachsenfeld) nennt an erster Stelle die Entwicklung des Baugebietes ?In der Steine?. Die Nachfrage von jungen Menschen und Familien nach Bauplätzen in Teilorten sei groß. ?Aber auch Geschosswohnungsbau fehlt hier im Ort?, sagt Kollmann. Fachsenfelderinnen und Fachsenfelder, denen ihr Eigenheim zu groß geworden ist, möchten gerne im Ort bleiben. Wenn es nach dem Ortschaftsrat ginge, sagt Kollmann, wäre das Baugebiet ?Steine? längst erschlossen. ?Mittel sind jetzt eingestellt, es gibt eine erste Überplanung, aber sicher wird dies ein Punkt sein, den wir intensiv weiterverfolgen?, sagt die Ortsvorsteherin. Als weitere wichtige Investitionen nennt sie die Weiterentwicklung des Gewerbegebietes, die Fahrbahnsanierung der Laubachstraße und die Jugendarbeit im Ort. ?Unser Jugendraum an der Schule sollte mehr Aufmerksamkeit erhalten und dementsprechend ausgestattet sein?, sagt Kollmann .

Manfred Traub (Ebnat) sagt: ?Ein Dauerthema ist und bleibt die Schaffung von Wohnraum.? Das sei zum einen mit Innenentwicklung zu erreichen. Zum Hintergrund: Innenentwicklung bedeutet zum Beispiel Baulücken zu schließen. Parallel dazu hält es Traub für wichtig, weitere Baugebiete zu schaffen.

Andrea Zeißler (Dewangen) nennt an erster Stelle den ?Zwischenbau im Bereich des neuen KiBiZ Dewangen?, also dem Kinder- und Bildungszentrum. ?Es soll unter anderem eine gemeinsame Mensa für Schule und Kita entstehen?, erläutert Zeißler. Für 2022 seien für die Planungen Gelder im Haushalt eingestellt und für die Jahre 2023 und 2024 Gelder für den Bau. Als weitere wichtige Investition nennt sie das Baugebiet Birkäcker, wofür Gelder für Planung und Grunderwerb eingestellt seien. Zudem werde entlang der Treppacher Straße ein neuer Gehweg entstehen. ?Er soll für einen sicheren Schulweg der Kinder aus dem Wohngebiet Beckenhalde/Birkäcker sorgen?, sagt Zeißler. ?Außerdem soll die Bushaltestelle für den Linien-Busverkehr von der Rechbergstraße in die Treppacher Straße verlegt werden, um die Verkehrssituation im Bereich des KiBiZ zu entlasten.?

Patrizius Gentner (Waldhausen) sagt: ?Durch die hohe Nachfrage nach Baugrundstücken ist die Vorplanung für das Baugebiet ?Heidfeld? auf den Weg gebracht worden.? Hierfür seien 2024 50?000 Euro Planungskosten und 2025 für 250?000 Euro eingeplant. Gentner lobt die vielen Vereine, die in Waldhausen eine ?hervorragende Jugendarbeit? betreiben. ?Dies bedeutet auch, das entsprechende Flächen für Training, Gymnastik, Gardetraining, Musikproben zur Verfügung stehen müssen.? 2021 sei eine Machbarkeitsstudie zum Umbau beziehungsweise der Erweiterung der Gemeindehalle in Auftrag gegeben worden. Ergebnisse würden im Frühjahr erwartet. Christian Wanner (Hofen) nennt die Umsetzung des Baugebiets ?Eichholzweg? eines der wichtigsten Themen für das kommende Jahr. Sowohl Mehrfamilienhäuser als auch Reihen-, Doppel- und Einfamilienhäuser sollen dort entstehen. ?Die notwendigen Kosten sind im Haushalt 2022 und 2023 entsprechend eingestellt?, sagt Wanner.

Als weitere wichtige Investitionen für 2022 zählt er auf: die Sanierung und Erweiterung des Kindergartens St. Georg, die Planung und Errichtung einer Pumptrack-Anlage für Jugendliche, die Erweiterung des Gewerbegebiets Staudenfeld, die Planung zur Bebauung Parkplatz Mühlweg, die Beseitigung des Bahnübergangs Goldshöfe, die Schulhausvernetzung der Kappelbergschule und die Breitbandversorgung. Für den Hofener Ortsvorsteher ist außerdem die Sanierung der Dorfstraße und der Kappelbergstraße einschließlich des Dorfplatzes wichtig. Diese Maßnahmen seien allerdings nicht im Haushaltsplan berücksichtigt.

In Hofen soll eine Pumptrackanlage entstehen. Symbolfoto: AK
Andrea Hatam
Florian Stütz
Sabine Kollmann
Manfred Traub
Andrea Zeißler
Christian Wanner
Patrizius Gentner
In Unterkochen und Wasseralfingen wird eine neue Feuerwache gebaut. Symbolfoto: opo

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