Aalener Privatinvestor plant neues Wohnquartier an der Bahnhofstraße

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Das Sanierungsgebiet zwischen Bahnhofstraße, Eisenstraße, Oesterleinstraße und Gerberstraße ist rot schraffiert. Ein Privatinvestor plant hier verdichtete Wohnbebauung.ÌGrafik: ca
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Was ein privater Investor westlich der Düsseldorfer Unterführung, in einem Quartier direkt an der Bahnhofstraße plant. Und was die frühere Bierbar „Domino“ damit zu tun hat.

Aalen

Die Stadt Aalen braucht mehr innerstädtischen Wohnraum mit kurzen Wegen zu Bus und Bahn, mit Radwegen direkt vor der Haustür. Baubürgermeister Wolfgang Steidle spricht von einer hohen Nachfrage nach stadtnahem und qualitativ hochwertigen Wohnraum.

Ein Schandfleck

Da es ihm zufolge aber um die Kernstadt herum kaum noch Freiflächen gibt, die sich als Baugebiete ausweisen lassen, legt die Stadt Aalen seit einigen Jahren ihren Fokus vor allem auf Industriebrachen oder ungenügend genutzte „Rumpelflächen“.

Ein Beispiel dafür ist ein kleineres Quartier an der Aalener Bahnhofstraße. Es liegt zwischen Eisenstraße, Gerberstraße und Oesterleinstraße, etwa fünf Gehminuten entfernt vom Stadtoval. Gezeichnet ist das Gebiet von einem „Schandfleck“ an der Ecke Eisenstraße/Bahnhofstraße. Es handelt sich um das Gebäude der früheren „Domino“ Bierkneipe. Das extrem baufällige Gebäude steht schon seit vielen Jahren leer.

Privater Investor

Wie Steidle in der jüngsten Sitzung des Gemeinderatsausschusses für Umwelt-, Stadtentwicklung und Technik (AUST) bekannt gab, möchte ein privater Investor die baufälligen Gebäude auf dem Areal abreißen lassen und ein neues Wohngebäude „in verdichteter Bauweise“ erstellen. Städtebauliches Ziel sei, so Steidle, in diesem Quartier bestehende Häuser mit modernen Wohnformen und Gewerbe-, Büro-, Dienstleistungsflächen und Gastronomie zu ergänzen. Vorgesehen sind höher geschossige Gebäude, in abgewinkelter Form zu einem offenen und begrünten Innenhof hin.

Als rechtliche Grundlage für dieses städtebauliche Vorhaben muss für das Areal der bestehende Bebauungsplan entsprechend geändert werden.

Weiteres Entwicklungspotenzial

An die Gemeinderäte gerichtet bemerkte Steidle: „Ich bin mir sicher, dass wir Ihnen in direktem Anschluss an dieses Quartier demnächst ein weiteres städtebauliches Entwicklungsgebiet vorstellen werden, das bis zum Kocher reicht.“

Die Ausschussmitglieder stimmten einmütig für die Aufstellung des Bebauungsplans. Die Entscheidung trifft der Gemeinderat am, 31. März.

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