Aalens Beitrag zum Weltklima

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Gemeinderäte befassen sich mit Maßnahmen zur Klimaanpassung und zum Klimaschutz. Was wichtig ist und wie sie abstimmen.

Aalen

Klimapolitik spielt in Aalen eine wichtige Rolle. Seit 1995 ist Aalen Mitglied im europäischen Klimabündnis, das die CO2-Emissionen um zehn Prozent alle zwei Jahre reduzieren will; seit 2010 hat die Stadt ein umfassendes Klimaschutzkonzept - um nur zwei der zahlreichen Anstrengungen der Aalener für den Umweltschutz in den vergangenen mehr als zwei Jahrzehnten zu nennen. Jetzt haben Stadtverwaltung und Gemeinderat gemeinsam neue Mosaiksteine gegen den Klimawandel hinzugefügt. So ist ein sogenannter Einwohnerantrag auf den Weg gebracht, nach dem Aalen klimaneutral werden soll. Für Beschlüsse in politischen Gremien werden jeweils die Auswirkungen auf den Klimawandel und entsprechende Maßnahmen erläutert. Zudem soll als Teil des Klimaaktionsplans ein räumliches Konzept für eine ans Klima angepasste Stadtentwicklung erstellt werden. Was das bedeutet? Dazu zählen klimaaktive Grün- und Freiflächen, ein Risikomanagement und die Waldbewirtschaftung.

Die Details erläutert Maya Kohte vor gut 30 Bürgerinnen und Bürger, die das Thema in der Stadthalle mitverfolgen. Die Leiterin des Amts für Umwelt, Grünflächen und umweltfreundliche Mobilität zeigt auf, „der Klimawandel findet statt“. Nicht nur im Ahrtal und in Baden-Württemberg. Auch in Aalen seien die Folgen des Klimawandel zu spüren. Doch „Aalen schafft Klima“, womit? Mit einem Klimaanpassungsplan. Mit klimaaktiven Grünflächen und -strukturen, die geschaffen werden sollen, um gegen Hitzeinseln in der Stadt zu wirken; mit einem Wasser- und Risikomanagement, das Hochwassergefahren reduziert. Kohte nennt hier als Beispiel die Hirschbachrenaturierung.

Als aktuelle, grüne Maßnahmen nennt die Umweltamtsleiterin das städtische Baumpflanzprogramm, das nachhaltige Baugebiet Wohnen am Tannenwäldle mit Energiestandards und Mobilitätskonzept, die Umgestaltung der Stuttgarter Straße mit mehr Grün sowie die Umsetzung des Radverkehrskonzepts von 2020 mit der Markierung des Innenstadtrings durch entsprechende Symbole.

Baudezernent Wolfgang Steidle unterstreicht die Bedeutung von Maßnahmen und Zielen. „Klimaneutralität ist eine Frage der Generationengerechtigkeit.“ Er sehe den klaren Auftrag, in den nächsten zwei Jahrzehnten klimaneutral zu werden. Hohe ökologische Sensibilität werde von immer mehr Menschen, vor allem aber der jüngeren Generation gefordert.

Die Fraktionen Das unterstreicht Grünen-Sprecher Michael Fleischer. Er spricht von einem „gewaltigen Handlungsbedarf“. Er signalisiert, den Einwohnerantrag zu unterstützen und fordert festzulegen, dass Aalen 2035 klimaneutral sein müsse, fordert einen entsprechenden Aktionsplan ein, dessen Maßnahmen der Gemeinderat beschließe. Ohne ein Sachverständigenbüro lasse sich das, so Fleischer nicht realisieren.

Den Einwohnerantrag, so Thomas Wagenblast, werde die CDU-Fraktion auch unterstützen. Michael Fleischer widerspricht er in puncto CO2.

Claus Albrecht (FW) und Christa Klink (Linke) halten den Einwohnerantrag ebenfalls für wichtig. Albrecht appelliert, finanzielle Anreize für die Bürger zu schaffen. Klink warnt beim Klimaschutz „vor stärker werdenden sozialen und wirtschaftlichen Rissen in der Gesellschaft“. Timo Lorenz (SPD) will mit der Abstimmung an diesem Tag ein Zeichen setzen und fordert Einstimmigkeit für die Maßnahmen. Was ihm das Gremium an Ende auch „gewährt“.

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