„Aaleswisser“ in neun Szenen

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Die fünf aktuellen Impro-Spieler*innen der STOA mit ihrem Coach Ben Retitzki (rechts).
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Wie die Improtheater-Gruppe der STOA ein kleines, feines Publikum mit Spiel und Witz bestens unterhält und es dabei auch mit einbezieht.


Aalen. Improtheater ist Schauspiel ohne Textbuch, ist Spiel mit der Spontaneität, Sprachwitz, Bewegung, Pantomime. In Aalen gibt es bei der Spiel- und Theaterwerkstatt Ostalb (STOA) eine Impro-Gruppe seit dem Jahr 2012.

Am Freitagabend war es nach langer Coronapause wieder so weit, Premiere für eine Reihe von Spontanabenden unter der Leitung von Ben Retetzki, dem neuen künstlerischen Leiter der Spiel&Theaterwerkstatt Ostalb in Aalen.

Unter dem Titel „Back to Live“ spielen drei Damen und zwei Herren mehrere Szenen. Thema und Auftrag bekommen sie vom Coach Retetzki, der dafür gerne das Publikum mit einbezieht. Physiotherapie im Schlafzimmer zum Beispiel oder das Interview mit einem Experten, der erst ganz am Ende erahnt, wofür er Experte ist (Flugsicherheit in Stuttgart). Und: Zwei Personen spielen die gleiche Person und setzen immer nahtlos bei den Skurrilitäten an, die das Partner-Ego spontan, also überraschend auf der anderen Seite der Bühne vollführt hat.

Publikum ist voll integriert

Ben Retetzki moderiert die Auftritte und integriert das kleine feine Publikum, lockt Vorgaben heraus. Nach der Pause bekommen zwei Spielerinnen an die 20 Zettel vorgeworfen, auf denen solche Vorgaben und Anregungen stehen. Der Ort des Spiels steht fest, die Spielerinnen winden sich in Wehen und Fürsorge füreinander, empören sich über die Vorgabe „Liebesspiel der Stachelschweine“, markieren Hysterie und Glück, Wut und frohgemute Erwartung.

Nach einer Stunde Spielzeit ist die vergnügliche Performance zu Ende. Das Publikum im Saal hat viel, sehr viel gelacht und ist beim Schlussapplaus in Jubelstimmung. Das Ensemble und das übersichtliche Publikum kennen sich.

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