Abenteurer gehen auf Expedition Galgenberg

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50 Kinder und 31 Betreuer und Organisatoren machten sich gemeinsam auf zur Expedition Galgenberg. Wegen der Coronapandemie fiel die Kinderspielstadt Ostalb-City in diesem Jahr aus. Trotzdem haben die Expeditionsleiter ein buntes Programm für ihre jungen Forscher und Abenteurer zusammengestellt.
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50 mutige Forscher wagen sich auf zur Expedition in die Max-Eyth-Halle. Von Waldausflügen bis zur eigenen Zeitung gibt es für die Kinder viel zu tun. Kurzfristig war das Sonderprogramm möglich. Die Ferienaktion ersetzt in diesem Jahr Ostalb-City.

Aalen

Die Pandemie bringt so manches mit sich: Masken im Bus, Abstandsregeln beim Einkaufen oder eine abgeblasene Kinderspielstadt. Coronabedingt wurde in diesem Jahr das Sommerferienprogramm Ostalb-City abgesagt. Das ließen die Organisatoren vom Stadtjugendring (SJR) Aalen nicht auf sich sitzen. Kurzfristig stellten sie als Ersatz die zweiwöchige Expedition Galgenberg auf die Beine – eine Art abgespeckte Ostalb-City. Normalerweise begleitet die SchwäPo die Ostalb-City mit einer Zeitungs-Beilage. Dieses Jahr gibt's coronabedingt eine Doppelseite mit Bildern und Einblicken vom Geschehen bei der Expedition.

500 Grad Celsius durch die Sonne

Ein besonderer Tag für die Nachwuchs-Tüftler in der Handwerksabteilung. Denn sie haben Unterstützung von drei Studenten der Hochschule Aalen. Einen Solargrill wollen sie bauen. Und das, ganz im Sinne der Nachhaltigkeit, aus Alltagsgegenständen. Eine ausgediente Satellitenschüssel wird mit Alufolie verkleidet. Das Ergebnis: 500 Grad Celsius und ein gegrilltes Marshmallow. Ziel der Aktion: Nachhaltigkeit an die Kinder vermitteln. "Wir wollen den Kindern zeigen, was man mit alten Ressourcen noch alles anfangen kann", sagt Student Christian Schneider.

Man darf jetzt heiraten!

Ein paar Meter weiter ist die Redaktion der Expedition Galgenberg. Die jungen Redakteurinnen und Redakteure sitzen schon fleißig an der neuen Ausgabe der Expeditionszeitung. Die heiße Nachricht: Es darf ab jetzt "geheiratet" werden. Zwei Betreuer haben sich in Rollenspielmanier das Ja-Wort gegeben. Außerdem packen die Nachwuchs-Journalisten alles in ihre Zeitung, was sie aufschnappen. Sei es die Info über den anstehenden Freibadbesuch oder Klatsch über Liebespärchen. Auch einen eigenen Radiosender hat die Expedition Galgenberg. "Wir lassen Musik laufen und machen Durchsagen", erklärt Betreuerin Isabel Fallschiesel. Die Durchsagen gibt es zum Mittagessen. "Aber auch, um die Kinder ans Händewaschen zu erinnern", sagt sie.

Das Tannenwäldle erkundet

Einige Abenteurer haben die sichere Halle verlassen. Im Tannenwäldle sind sie auf Artensuche fürs Natur-Bingo. Die Kinder bekommen Eierkartons, in denen Bilder von Tannenzapfen, Schneckenhäusern und Federn sind. Die gilt es für die Entdecker zu finden. Auch Schnitzeljagden mit versteckten Schätzen stehen auf dem Plan. Doch nicht nur das: Versuche, wie Essig-Backpulver-Vulkane, erwarten die Entdecker bei der Abteilung Natur und Experimente. "Wir sind jeden Tag draußen", sagt Betreuerin Julia Hofmann. Dort wird nicht nur gespielt. "Je nachdem haben wir auch Aufgaben für die Kinder." Zum Beispiel Waldberufe wie Förster nenen.

Erste-Hilfe-Tipps vom Experten

Zurück im Expeditions-Hauptquartier. Ein Kind liegt auf dem Boden, viele andere knien darum herum. Ein Notfall? Nein, nur zur Übung. Denn Betreuer Leon Stieglitz ist ausgebildeter Rettungssanitäter beim Deutschen Roten Kreuz in Aalen. Er erklärt den Kindern, wie die stabile Seitenlage funktioniert. Eine weitere Lektion für die Kinder: selbst den Notruf wählen. "Ich habe das mit der Leitstelle abgeklärt, und dann konnten die Kinder einen echten Notruf absetzen", sagt der Betreuer. Für alle ernsten Fälle hat er seine Sanitäter-Ausrüstung im Gepäck.

Die Schmuckproduktion läuft

Armbänder, Ohrringe, Halsketten und mehr stellen die "Kreativ-Bomben" her. Doch nicht nur Schmuckstücke entspringen der Kreativwerkstatt: Buttons, um die Trinkflaschen zu kennzeichnen oder gebatikte T-Shirts stehen ebenfalls auf dem Plan. "Was noch kommt sind Badebomben", sagt Betreuerin Jenny Schubert. Täglich steht ein anderes Projekt auf dem Plan. "Wenn die Kinder aber etwas anderes machen wollen, dürfen sie es natürlich", erklärt sie

Es geht auf Rettungseinsatz

Am Montagabend in der zweiten Woche der Expedition gab es Besuch von der Rettungshundestaffel Ostwürttemberg. Vor Ort sind Melinda und Sofie Niedermayer. Auch Vereinsvorstand Achim Niedermayer ist mit von der Partie. Die drei führen Flächensuchhunde, die auf alles menschliche im Suchgebiet reagieren. Ebenfalls vor Ort ist Albrecht Betzold mit seiner Hündin Bonzai. Das Besondere an den Beiden: Anders als Flächensuchhunde braucht Bonzai einen Geruchsgegenstand der vermissten Person. Dafür kann sie den Vermissten genau aufspüren. Gerüche, die zu Vermissten führen, halten sich über Wochen, erklärt Hundeführer Betzold. "Wir könnten also theoretisch von hier bis nach Hamburg suchen."

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Tannenzapfen, Federn und Schneckenhäuser gilt es für die Kinder beim Wald-Bingo zu finden.
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Hundeführer Albrecht Betzold mit seiner Hündin Bonzai. Eine Betreuerin ist spurlos verschwunden. Ihre Jacke ist die einzige Spur. Alles kein Problem für den Spürhund. Nach der erfolgreichen Suche gibts's erst einmal Streicheleinheiten.
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Zusammen mit Thilo Fink, Christian Schneider und Lothar Sipika von der Hochschule Aalen konstruieren die jungen Forscher Solargrills.
Zur Stärkung am Montagabend der zweiten Woche gibt es Hotdogs für die Betreuer und Kinder.
Armbänder, Ohrringe oder Badewasserbomben basteln die Kinder in der Kreativwerkstatt. An jedem Tag steht ein anderes Projekt auf dem Plan in der Bastelwerkstatt. Trotzdem können die Kinder sich aussuchen, ob sie lieber etwas anderes basteln möchten.
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