Jazzfest: Ackern, damit's für die Festivalgäste schön wird

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Die Technik ist aufwendig. Hier müssen mehrere Helfer mit anpacken, um die Lautsprecher aufeinanderzutürmen. Anschließend werden sie unter das Bühnendach gehängt.
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Die Vorbereitungen für das Wochenende mit Livemusik im Stadtgarten sind in vollem Gang. Was es zu tun gibt und wer hinter den Kulissen mitarbeitet.

Aufbau für das 29. Aalener Jazzfest 

Jazzfest Aufbau im Stadtgarten.
Jazzfest Aufbau im Stadtgarten. © hag
Jazzfest Aufbau im Stadtgarten.
Jazzfest Aufbau im Stadtgarten. © hag
Jazzfest Aufbau im Stadtgarten.
Jazzfest Aufbau im Stadtgarten. © hag
Jazzfest Aufbau im Stadtgarten.
Jazzfest Aufbau im Stadtgarten. © hag
Jazzfest Aufbau im Stadtgarten.
Jazzfest Aufbau im Stadtgarten. © hag
Jazzfest Aufbau im Stadtgarten.
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Jazzfest Aufbau im Stadtgarten.
Jazzfest Aufbau im Stadtgarten. © hag
Jazzfest Aufbau im Stadtgarten.
Jazzfest Aufbau im Stadtgarten. © hag

Aalen

Hier ein Radlader, der Bierbänke herankarrt. Dort eine Gruppe, die Kabelbrücken auf dem Boden verlegt, zwei Männer, die ein Absperrgitter tragen. Weiter rechts vor der Bühne eine Handvoll Helfer, die mit vereinter Muskelkraft gleich eine ganze Batterie von Lautsprechern aufeinandertürmt. Seit 9 Uhr morgens ackern am Donnerstag rund 25 Ehrenamtliche des ausrichtenden Vereins Kunterbunt, der unterstützenden Kulturfreunde Galgenberg und Profis im Stadtgarten. Legen sich ins Zeug für alle, die endlich einmal wieder Musik live erleben wollen. An diesem Freitag wird dort auf der Bühne beim 29. Aalener Jazzfest unter anderem der belgische Songwriter Milow auf der Bühne stehen, tags drauf Marla Glen.

„Die war 1999 schon mal da. In einer ausverkauften Stadthalle“, sagt der künstlerische Leiter des Aalener Jazzfestes Ingo Hug, der ebenfalls auf dem Gelände unterwegs sind. Diesmal dürfen es maximal 750 Gäste pro Abend sein. Auf die hofft man auch. „Das Wetter wird gut. Und wir tun alles, dass es für die Besucher so schön wie möglich wird.“

Dass man diese Besucher aber auch braucht, betont Franz Donner, zweiter Kunterbunt-Vorstand. „Die Einnahmen aus den Tickets sind wichtig, da es für diese Veranstaltung keine Corona- oder sonstige Kultur-Förderung von Bund oder Land gibt“, so Donner. Man brauche trotz der Sponsoren, die weiter treu seien, Zuschauer, um mit einem blauen Auge davonzukommen.

Einer, der fleißig mit daran arbeitet, dass für diejenigen, die kommen, aber auch für die, die auf der Bühne stehen, alles passt, ist der Meister für Veranstaltungstechnik Christian Mathéus, „Der Platz hat seine Schwierigkeiten. Wir müssen aufpassen, dass wir keinen Flurschaden anrichten“, erklärt er. „Wir wollen ja vielleicht auch mal wiederkommen.“ Der Rasen sei noch nass, die Wege nicht so breit, „da muss man schon genau aufpassen, wo man läuft und hinfährt.“

Aufpassen aber dann auch darauf, dass alle Festivalgäste entweder einen vollen Impfschutz haben, einen negativen Schnelltest vorweisen können, der nicht älter als 24 Stunden ist, oder ihre Genesung nachweisen können. Dies ermögliche, dass man sich an den Tischen ohne Maske, aber auch auf dem Gelände, wenn dort auch mit Maske, freier bewegen könne, so Mathéus.

Wurstsalat für die Stars

An die 180 Solo-Bierbank-Garnituren werden wie 2020 jeweils in Drei-Tisch-Kombinationen zusammengestellt, erklärt Alexander Kessler vom Festivalbüro. Zudem muss der gesamte Stadtgarten erneut beleuchtet werden. „Hier gibt es keine einzige Laterne“, erklärt er. Das gilt auch für den Backstagebereich. Ganz hinten an der Holzbrücke stehen versteckt zwei Wohnmobile als Künstlergarderoben.

Im Pavillon davor haben sich Cerstin Hafner und Birgit Pfitzner an einem langen Tisch eingerichtet und sorgen „mit Unterstützung vieler“ ebenfalls ehrenamtlich fürs Backstage-Catering. „Wurstsalat gehört dazu, aber auch vegetarische Bolognese“, erzählt Cerstin Hafner. Diesmal seien die Wünsche der Musikerinnen und Musiker nicht schwer zu erfüllen. Auch die der Stars nicht.

Neben denen stehen aber auch Bands aus Deutschland und mit Roman Spilek sogar ein Aalener auf der Bühne. „Ich freue mich nicht nur auf die Top Acts“, sagt Ingo Hug. Und, dass es wieder Livemusik gibt.

Wir tun alles, dass es für die Besucher so schön wie möglich wird.“

Ingo Hug, künstlerischer Leiter

Was Jazzfest-Gäste wissen müssen

Kostenlos parken können Festivalbesucher im P5 und P6 der Stadtwerke Aalen. Der Chip wird dann vor Ort entwertet.
Maskenpflicht gilt, sobald man aufsteht und sich frei auf dem Gelände bewegt.
Getestet, genesen oder geimpft gilt für alle Festivalbesucher.

Programm: Freitag: Einlass 18 Uhr, ab 19 Uhr steht Roman Spilek, feat. Kim Hofmann Acoustic Trio auf der Bühne, danach Milow. Samstag: Einlass ist ab 16 Uhr, ab 17 Uhr spielt Rumba Lotte, ab 19 Uhr Marla Glen danach The legendary Ghetto Dance Band.
Verpflegung: unter anderem Pommes, Salat mit Grillgemüse-Ziegenkäse-Spieß, Currywurst mit Pommes und schwäbische Fish & Chips.
Abendkasse: Freitag ab 18, Samstag ab 16 Uhr, jeweils 55 Euro.

Alexander Kessler vom Festivalbüro, der künstlerische Leiter Ingo Hug und Christian Mathéus, Meister für Veranstaltungstechnik (v.l.).
Cateringteam: Birgit Pfitzer und Cerstin Hafner (v.l.)

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