Advent der guten Tat: "Mein Sohn soll Freude erfahren"

+
Junge in einem elektrischen Rollstuhl mit Joystick.
  • schließen

Jannik (8) und seine Mutter Daniela leben im Altkreis Aalen. Eine schwere Muskelkrankheit des Jungen stellt das Duo vor Herausforderungen. Beide geben nicht auf, denn der Zwölfjährige liebt das Leben. Wie Advent der guten Tat helfen will.

Aalen

Jannik (8) hat einen Traum. Er will Schauspieler werden. Dass er einmal auf den Brettern, die die Welt bedeuten, steht, ist leider unwahrscheinlich, denn der zwölf Jahre alte Junge leidet an einer schweren Muskelkrankheit. Seine Lebenserwartung? Nicht hoch. Muskel für Muskel wird im Laufe der Zeit nicht mehr funktionieren. „Ich weiß nicht, ob er Zeit hat, seine Träume zu verwirklichen“, sagt seine zu Tränen gerührte Mutter.

Seit sechs Jahren wohnen Daniela und Jannik im Altkreis Aalen. Daniela heißt eigentlich nicht Daniela, genauso wenig wie Jannik Jannik heißt. Doch für diese Geschichte haben wir die Namen der beiden geändert, sie wollen nicht erkannt werden.

Keinen Tag kann der Achtjährige ohne die Hilfe seiner Mutter meistern. Aufstehen, anziehen, Zähne putzen, essen – all das sind Hürden. „Er kann seine Arme nicht strecken und hat sehr schwache Muskeln“, erzählt Daniela. Mit seinem elektrischen Rollstuhl kann er sich dennoch selbstständig fortbewegen. Mit einem Joystick bestimmt er, wo es lang geht.

Mein Sohn liebt das Leben.“

Daniela Empfängerin Spende Advent der guten Tat

Flucht auf den Schultern

Dass Jannik anders ist, das war mit etwa einem Jahr klar. Sitzen konnte er damals, an Krabbeln war nicht zu denken. Seither verschlechtert sich sein Zustand. Die letzten Jahre seines Lebens wird er nicht mehr sprechen können – auch die Zunge ist ein Muskel. Aber: „Er liebt das Leben“, betont seine Mutter. So viel Zeit wie möglich, möchte sie mit ihrem Sohn verbringen. Eine Arbeit zu finden ist für Daniela – in Damaskus hat sie Philosophie studiert – schwer, da sie sich um den Jungen kümmern muss. Kontakt zu dem Vater haben Mutter und Kind nicht. „Er wollte kein behindertes Kind“, erzählt Daniela.

Ein Auto hat die kleine Familie nicht, Jannik wird täglich von einem Bus abgeholt und in die Schule gebracht. Spontan in eine andere Stadt fahren? Freunde besuchen? Das ist für Mutter und Sohn nicht ohne aufwendige Planung möglich. Zu oft kam es vor, dass die Rampe im Zug nicht ausgefahren wurde. „Es gibt so viele Hindernisse, dass man am Ende daheim bleibt“, sagt sie. Damit das nicht passiert, will die SchwäPo-Hilfsaktion Advent der guten Tat den beiden eine mobile Rampe finanzieren. „Sie hilft uns, spontan wohin zu gehen“, sagt die Mutter. Denn sie möchte ihrem Sohn Teilhabe ermöglichen. „Man kann in der Welt nicht alles bekommen, aber mein Sohn soll Freude erfahren“, betont sie. Denn ihn einzuschränken, das sei schrecklich für sie. Auch ein Tragetuch soll finanziert werden. Damit kann Daniela ihren Sohn aus dem Rollstuhl ins Bett oder ins Bad hieven – wie mit einer Art Aufzug.

Trotz aller Widrigkeiten ist Jannik ein fröhlicher Teenager, wie seine Mutter sagt. „Er ist gut in Mathe und in Sprachen und spricht sogar schwäbisch.“

Bitte, liebe Leserinnen und Leser, helfen Sie mit und ermöglichen Sie Jannik und seiner Mutter den Kauf einer Rampe und eines Tragetuches.

  • Das Spendenkonto
  • Stichwort: Advent der guten Tat,
  • Konto KSK Ostalb,
  • IBAN: DE 41614500500110050500;
  • oder Konto VR-Bank Ostalb, IBAN: DE 05614901500101010001.

Zurück zur Übersicht: Stadt Aalen

Kommentare