Ärger über Desinfektionsstation

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Ein Kunde behauptet, dass wegen des Mittels Kleidungsstücke verätzt wurden.

Aalen. Ein Kunde des Mediamarkts in Aalen ist sauer: Beim Einkauf mit seiner Verlobten benutzten sie den Handdesinfektionsmittelspender. Dieser habe eine regelrechte "Fontäne" von sich gegeben. Doch auch das Mittel scheint dem Kunden nicht ordnungsgemäß zu sein: Die Hände seiner Partnerin brannten und wurden rot, teilt er mit. Auch auf ihren Kleidungsstücken hätten Spuren des Mittels Verfärbungen verursacht. Das Unternehmen signalisiert, dass der betroffene Spender keine Mängel aufweise.

"Irgendetwas stimmt da nicht", sagt Andreas Hug, der betroffene Kunde. Er und seine Verlobte nutzten vor dem Einkauf die Desinfektionsstation des Aalener Mediamarkts. "Dann hat der Spender ziemlich gespritzt", sagt er. Und zwar so sehr, dass auch Kunden, die die Filiale verlassen, vom umherspritzenden Mittel erfasst werden könnten. Zwar habe seine Partnerin keine bleibenden Verletzungen vom Mittel davongetragen, die Flecken auf der Jacke bleiben allerdings. "Den Schaden hätte ich gerne reguliert", fordert er.

Anschließend habe Hug die Filialleiterin hinzugezogen. Diese habe die Nutzung des Spenders demonstriert – und ebenfalls eine "Fontäne" ausgelöst. Trotzdem stritt sie Mängel ab.

Eine Sprecherin des Unternehmens äußert sich zum Vorfall. Auf Hygiene und Kundenschutz lege man bei Mediamarkt großen Wert. Das Unternehmen habe besondere Ansprüche an die Qualität der genutzten Desinfektionsmittel. "In einigen Märkten sind noch Restbestände eines Mittels im Einsatz, das unter Umständen Flecken auf der Kleidung hervorrufen kann", sagt die Sprecherin. Über entsprechende Entschädigungen oder Ersatzleistungen äußerte sich das Unternehmen trotz Anfrage nicht. Die Angestellten des Mediamarkts in Aalen hätten auf die Anmerkung der Kunden reagiert und keine Mängel festgestellt. "Wir bedauern sehr, dass in diesem Fall dennoch Unannehmlichkeiten entstanden sind", sagt die Unternehmenssprecherin. Die Kundenzufriedenheit stehe für den Konzern an oberster Stelle.

Die Antworten der Unternehmenskommunikation sind für Hug "ein Armutszeugnis". "Die Verantwortlichen wissen also, dass so etwas passieren kann. Dann gehe ich eigentlich davon aus, dass sie den Schaden auch regulieren."

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