AfD-Mann Czada verfehlt seine Ziele

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Jan Hendrik Czada
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Der Diplom-Politologe, der zum zweiten Mal antrat, verliert mit dem Landestrend rund ein Drittel der Stimmen.

Aalen. "Große Enttäuschung", so die erste Reaktion von AfD-Jan-Hendrik Czada auf sein Wahlergebnis und das seiner Partei auf Landesebene. Der 40-jährige Diplom-Politologe hatte nach 2106 zum zweiten Mal für den Landtag kandidiert. Mit 9,5 Prozent verbuchte er diesmal rund ein Drittel weniger Stimmen als bei der der letzten Wahl. Zwei Ziele hatte er sich gesetzt und beide verfehlt: ein zweistelliges Ergebnis einzufahren und drittstärkster Kandidat im Wahlkreis Aalen zu werden.

Woran lag's? Er habe einen "ehrlichen" Wahlkampf geführt mit Positionen wie pro Atomkraft, die "eventuell nicht bei allen so gut ankamen", so Czada am Wahlabend. Der Corona-Kurs seiner AfD sei nicht das Problem gewesen. Er habe "starke" Konkurrenten gehabt und im Vergleich zum Jahr 2016 habe das AfD-Image insgesamt "gelitten" nach der angekündigten Beobachtung durch den Verfassungsschutz.

Die "größte Überraschung" für ihn war das starke Abschneiden des Freie-Wähler-Kandidaten Grill. Das habe ihn, Czada, vermutlich auch einige Stimmen gekostet. Angesichts der niedrigen Wahlbeteiligung hätte er allerdings erwartet, "dass Winfried Mack noch mehr Federn lassen muss".

Eine Regierungskoalition aus Grünen, Roten und FDP im Ländle nennt er den "worst case", also den schlimmsten Fall. "Weil wir dann eine Landesregierung haben, die sich von den Zielen der AfD noch weiter entfernt".

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