Agape: Simbabwe leidet schwer unter der Pandemie

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Samuel Gail, ehemaliger JU-Vorsitzender in Aalen, überreichte während seines Heimaturlaubs in Aalen, einen Spendenscheck an Nicola Hofmann, neue zweite Vorsitzende von Agape Mission e. V. Aalen.

Wie der Verein Agape versucht, auch unter schweren Bedingungen das Leben vor Ort zu verbessern.

Aalen. Samuel Gail, ehemaliger JU-Vorsitzender in Aalen, überreichte während seines Heimaturlaubs in Aalen, einen Spendenscheck an Nicola Hofmann, neue zweite Vorsitzende von Agape Mission e. V. Aalen.

Gail kennt Lucky Moyo, Gründer und Leiter von Agape-Missions in Simbabwe seit seiner Kindheit. So ist es ihm gemeinsam mit seiner Frau, Lehrerin in Köln, ein Anliegen, besonders die Aktivitäten im Bildungsbereich von Agape-Missions zu unterstützen. Nicola Hofmann inspizierte seit 2002 mehrmals die Missionsarbeit in Simbabwe.

Im Jahr 1980 wurde Bildung in Simbabwe zu einem grundlegenden Menschenrecht erklärt. Die Sekundarschulbildung in Simbabwe untersteht dem Ministerium für Grund- und Sekundarschulbildung. Das Bildungssystem in Simbabwe steht derzeit vor einer Reihe von Herausforderungen. Die Regierung plant den Bau von mehr als zweitausend Schulen, um den Bildungsbedarf im Lande zu decken. Das Auftreten von Covid-19 hat die Situation weiter verschärft und den Schulkalender ernsthaft gestört, denn die Regierung war in den letzten zwei Jahren mehrmals gezwungen, Schulen zu schließen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Die meisten Schulen konnten kein Online-Lernen anbieten, weil das Internet, wie in Afrika oft üblich, nicht zur Verfügung steht und viele Schüler auch nicht über die notwendigen elektronischen Geräte für den Zugang zum Online-Lernen verfügen. Aufgrund von Covid-19 haben viele Schüler das Lernen verlernt, und einige haben die Schule schließlich ganz abgebrochen. Dies führt auch zu Drogenmissbrauch und Hoffnungslosigkeit unter den jungen Menschen.

Die Mädchen sind am stärksten betroffen, da sie einer nicht enden wollenden und unsicheren Pandemie ausgesetzt sind und die harten wirtschaftlichen Bedingungen zu spüren bekommen. Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit in Simbabwe arbeiten viele Eltern in Europa, Kanada, Australien und auf der ganzen Welt, aber die meisten arbeiten in den Nachbarländern Botswana und Südafrika. Tausende von Ärzten und Krankenschwestern haben das Land in Richtung Europa, Kanada, Australien und Südafrika verlassen. Dies ist eine große Katastrophe im Gesundheitssektor.

Dieses Szenario bringt große Herausforderungen mit sich, da viele Schülerinnen und Schüler vor allem in Zeiten von Covid ohne elterliche Betreuung dastehen.

Agape-Missions, nach seiner Ausbildung in Aalen Anfang der achtziger Jahre von Lucky Moyo gestartet, gründete bereits 2013 das Agape College als eine private christliche Schule, um besonders der unterprivilegierten Bevölkerungsschicht in Bulawayo eine erschwingliche, qualitativ hochwertige Bildung zu ermöglichen.

Spendenkonto Leider wird Lucky Moyo wohl auch 2022 wegen Corona seinen Freundeskreis in Deutschland, wie sonst alle zwei Jahre üblich, nicht besuchen können. Spenden kann man an das steuerbegünstigte Spendenkonto: Agape Mission e.V. BIC: GENODES1AAV         IBAN: DE50 6149 0150 0141 0020 00

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