Alice im Wunderland und der Bürgerchor im Heute und Morgen

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KubAA in Action: Das Ballett der städtischen Musikschule bei "Alice im Wunderland".
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Am Freitag und Sonntag volles Programm im Kulturbahnhof mit viel Musikschule, großem Ballett und Bürgerchor und Kino und einer spontanen Ausstellung.

Aalen

Es war was los am Wochenende im KubAA. Um 15 Uhr am Freitagnachmittag „Das größte Abenteuer der Welt“ im Theater, ein Stück für Kinder, vorbereitet und aufgeführt vom Spielclub 1. Im Foyer auf Stellwänden eine Foto- und Textausstellung unter dem Titel „Keiner ist niemand“, ein „Projekt im Rahmen des FSJ Kultur am Theater der Stadt Aalen“, wie es auf der Infokarte zur Ausstellung heißt. Sophia Predan hat intensive Porträts hergestellt und zu den Fotografien kurze Aussagen der Porträtierten abgebildet, Worte über Stolz und Einsamkeit, Erfahrungen und Ängste, Veränderungen und Gewohnheiten.

Alice im Wunderland

Im Theatersaal waren um 18 Uhr so gut wie alle Plätze der Tribüne besetzt in Erwartung von „Alice im Wunderland“, eine Inszenierung des berühmten Stoffes für Ballett, eingerichtet von der Musikschule und der Leiterin der Ballettklasse, Elena Wirth. Die geschickte und schwungvolle Aufführung ging über mehr als eine Stunde. Prächtige Kostüme, große, tänzerische Bewegungen und eine Erzählerin stellten die wichtigen Szenen der Geschichte von der kleinen neugierigen Alice in der neuen Welt nachvollziehbar auch für das ganz junge Publikum dar.

Eine Hundertschaft von Ballett-Schülerinnen und -schülern stellte die Pilze, die Raupenschwänze, die Flamingos und die kleinen und großen Karten, die Trösterpilze, Austern, Schmetterlinge, die Frösche, das Walross, die Blumen und einiges mehr aus der Fantasiewelt dar. Die Hauptrolle tanzte am Freitag Noelia Steckeler, die arge Königin markierte Carina Wirth, Giulia Neher sprang dann und wann als begehrtes Kaninchen durch die drei Akte.

Gleich nach dem Ballett hob die freie „Big BAAnd“ mit allerbestem Ensemble-Jazz zu einem unterhaltsamen und entspannten Konzert im Saal des KubAA an. Fast gleichzeitig gab es im Kino den Kriegsfilm „Die Täuschung“. Um 21 Uhr hatte das neue Projekt des Aalener Bürgerchores „In Spe“ Premiere. Danach noch mehr Bigband-Sound mit der Bigband der Musikschule, anschließend gut gemischte Musik vom Instrumental-Ensemble der Lehrkräfte der Musikschule.

Bürgerchor „In Spe“

Der Bürgerchor zeigte seine jüngste Produktion, ein Stück von 20 Minuten voller Philosophie, Lebensentwürfe und Lebenserfahrung, persönliche, private, politische Wünsche und Hoffnungen: „In Spe. Stückentwicklung“ haben die Männer und Frauen die Produktion genannt, sie haben das Stück selbst geschrieben und inszeniert unter der Leitung von Tina Brüggemann und Alexander Stölzl.

Zwölf Damen und zwei Herren in Weiß sprechen auf der fast nur mit Licht gestalteten Bühne Texte aus verschiedenen Genres, Sinnsprüche, Wunschgedanken, Wutschnauben, Gedichte, Sehnsuchtsseufzer. Alles kreist um die Zukunft und die Spannung zwischen Vergangenheit und Gegenwart und die Möglichkeiten der kommenden Zeiten und um die großen Themen der Zeit, Klima, Corona, Krieg. Auch Sorgen und Ängste und naive Vorschläge werden thematisiert: „Können wir nicht die Zukunft verschieben, ich wär‘ so gerne im Hier und Jetzt geblieben“. Am Freitagabend war Premiere, anschließend gab es eine Diskussion im Format „Theater trifft…“, unter anderen mit Berthold Weiß (Leiter der LEA in Ellwangen).

Am Sonntag wurde das Stück zur Mittagszeit noch einmal gezeigt. Vor etwas kleinerem Publikum als am Freitag. Da war das Theater voll mit über 50 Leuten.

Mehr Bilder im Internet unter www.schwaepo.de

KubAA in Action: "Alice im Wunderland" begeisterte die Zuschauerinnen und Zuschauer.
"KubAA in Action": Eine Szene aus dem Ballett Alice im Wunderland
KubAA in Action: Alice im Wunderland
KubAA in Action: Alice im Wunderland
Die Big BAAnd im Konzertsaal des KubAA
„In Spe“: Zwei Mädchen sammeln Wunsch- und Gedankenzettel des Bürgerchores und geben ihn mit dem Ballon auf Reisen. Foto: Wi
„Alice im Wunderland“: ein Stück des Balletts der städtischen Musikschule, inszeniert von Elena Wirth am Freitag vor vollem Haus im Theatersaal des Kulturbahnhofs. Das große Publikum war von der bunten Show begeistert. Foto: Wi
Szene aus „Alice im Wunderland“ mit Noelia Steckeler (blaues Kostüm). Am Samstag tanzte Luna Lim die Hauptrolle. Foto: hag

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