Am Start mit vielen Plänen

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Pfarrer Jan B. Langfeldt wird am Samstag investiert. Der 36-Jährige war bislang am Ostalbklinikum Seelsorger. Die Dachterrasse des Gemeindehauses ist einer seiner Lieblingsplätze.
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Pfarrer Jan B. Langfeldt wird für die Pfarrstelle „Stadtkirche West“ am kommenden Samstag, 17 Uhr, mit einem Gottesdienst eingesegnet.

Aalen

Die Weststadt feiert Investitur. Der Aalener evangelische Kirchengemeinderat hat Jan B. Langfeldt bereits Ende Januar als Nachfolger von Marco Frey gewählt, der bereits im Februar vergangenen Jahres nach Oberkochen an die Versöhnungskirche gewechselt ist. Jetzt wird der 36-jährige Langfeldt auf die Pfarrstelle „Stadtkirche West“ eingesegnet. In einem Gottesdienst in der Stadtkirche am Samstag, 3. Juli, um 17 Uhr wird der Theologe investiert. Anschließend ist gemütliches Beisammensein im Gemeindehaus.

Gemütlich ist es auch an diesem Mittwochmittag im Garten des Gemeindehauses. Dort sitzen zahlreiche Gäste an den Tischen – coronakonform – und löffeln Suppe. An einem hat Pfarrer Jan B. Langfeldt Platz genommen. Er unterhält sich gerne – auch bei der „Suppe nach dem Markt“. Als Theologe schätzt er den Kontakt. Dabei sei er sich anfangs nicht sicher gewesen, ob er sich auf die neue Stelle überhaupt bewerbe solle. Denn er habe sich nicht von der Klinik wegbeworben. „Inzwischen weiß ich, dass es das Richtige war und ich freue mich besonders, dass ich die Stelle Stadtkirche West nun offiziell antrete“, sagt der bisherige Klinikseelsorger.

Was „Stadtkirche West“ bedeutet? Langfeldt ist fürs Hüttfeld und in Teilen für Unterrombach zuständig. „Da arbeite ich eng mit Pfarrer Jürgen Astfalk zusammen, meinem Ausbilder im Vikariat.“ Aktuell wohne er auch noch in Unterrombach. So lange, bis der Pfarrhaus im Hüttfeld renoviert sei.

Die Aufgaben Jan Langfeldts? Das sind die klassischen Aufgaben eines Pfarrers; wie etwa die sogenannten Kasualien, wie Taufe, Hochzeit oder Beerdigungen. Schwerpunkt seiner Arbeit sind die „Gottesdienste am Kocher“; ein Format, das er bereits als Klinikseelsorger mit Pfarrer Marco Frey betreut hat. „Da stehe ich als Theologe dem engagierten Team vor allem beratend zur Seite.“

Doch nicht nur das gehört zu seinem Arbeitsalltag. Es sind die außergewöhnlichen Gottesdienste, die es dem 36-jährigen Geistlichen angetan haben. Sein Faible für die evangelische Messe etwa. Und die kann er nun wieder feiern. Zum Hüttfeld zählt die altehrwürdige Johanneskirche. Dort wird er im wöchentlichen Wechsel einen Taizé-Gottesdienst, eine Gregorianische Vesper einen Oberdeutschen Predigtgottesdienst und manchmal auch eine evangelische Messe feiern.

Langfeldt hat aber noch weitere Pläne. „Ich möchte zwei Gruppen initiieren“, sagt er. Mit der einen möchte der Theologe das „Ruhegebet“, eine frühchristliche Gebetsform einüben. Es zeichne sich dadurch aus, dass der oder die Betende, einem Mantra gleich, eine einfache Gebetsformel wiederholt, ohne bewusst zu denken.

Zudem möchte Langfeldt einen theologischen Lesekreis in Aalen sowie in Unterrombach initiieren. Inhalt der Treffen ab September sollen Klassiker der spirituellen Literatur sein. Beginnen will er mit Dietrich Bonhoeffers „Nachfolge“. Dann wolle er schauen, was die Gruppe lesen möchte.

Des Weiteren plant der Vater zweier Söhne, an der „ConnectBar“ mitzuarbeiten, in der federführend Alexander Blümel vom evangelischen Jugendwerk Menschen jeden Alters und Konfessionen vernetzen möchte. „Und Philosophie werde ich auch weiterhin berufsbegleitend studieren“, sagt Langfeldt, der sich in der hochkirchlichen Bewegung engagiert.

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