Anlässlich Georg Elsers Geburtstag

Ausstellung „Ich habe den Krieg verhindern wollen“ dokumentiert Anschlag des Königsbronners auf Hitler.

Aalen. Der Geburtstag Georg Elsers jährt sich am Mittwoch, 4. Januar zum 120sten Mal. Der Königsbronner Schreiner verübte am 8. November 1939 ein Sprengstoff-Attentat im Münchener Bürgerbräukeller auf Adolf Hitler und die Führungsriege der NSDAP. Der Anschlag verfehlte Hitler nur um wenige Minuten. Wäre der Anschlag geglückt, hätte das den Verlauf des Zweiten Weltkriegs erheblich verändert und vielleicht den Holocaust verhindert.

Lügen und Legenden

Lange Zeit ist es schwierig gewesen, an Elser und sein Attentat zu erinnern. Im Nachkriegsdeutschland wurde der Handwerker lange nicht als Widerstandskämpfer wahrgenommen. Lügen und Legenden verstellten den Blick. Aus diesem Anlass wird von Mittwoch, 4. Januar, bis Freitag, 27. Januar, im KubAA die Ausstellung „Ich habe den Krieg verhindern wollen - Georg Elser und das Attentat vom 8. November 1939“ gezeigt.

Sie ist eine Dokumentation der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg und der Gedenkstätte Deutscher Widerstand, realisiert mit Förderung durch die Landesstiftung Baden-Württemberg.

Ausstellung bis 27. Januar

Am Mittwoch, 4. Januar, 19 Uhr, wird die Ausstellung im Foyer des KubAA (Georg-Elser-Platz 1) mit einer Vernissage eröffnet. Joachim Ziller, der Leiter der Georg-Elser-Gedenkstätte Königsbronn, hält den Eröffnungsvortrag, das Duo Christian Bolz und Tobias Knecht spielt.

Am Internationalen Ausschwitz-Gedenktag, Freitag, 27. Januar, 19 Uhr, wird Elsers in der Stadtkirche Aalen ebenfalls gedacht: „Georg Elser - Allein gegen Hitler - Szenische Lesung mit Musik - Eine Collage aus dem Verhörprotokoll Elsers und Liedern des Widerstands“.

Ausführende sind das Ensemble „freywolf“: Klaus-Peter Preußger, Engelbert Frey, Joachim Ziller, Hartmut Schmitt-Wolf  und Martin Sandel. Veranstalter ist die Regionale Arbeitsgruppe Ostwürttemberg von „Gegen Vergessen - Für Demokratie“ in Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg, der Stadt Aalen, der Partnerschaft für Demokratie Ostalb, der Evangelischen Kirchengemeinde Aalen und dem Theater der Stadt Aalen.

Der Eintritt ist jeweils frei, Gruppenführungen möglich.

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