Arbeiten am Steg kommen voran 

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Visualisierung des Sobek Stegs.
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Die Firma Peter Gross gießt im Moment die Bodenplatte im Westen. Ein Besuch auf der Baustelle.

Aalen. In mehreren Metern Tiefe sind die Mitarbeiter der Firma Peter Gross aus Karlsruhe zugange. Die Baugrube ist am Bahnhof ausgehoben. Am Mittwoch und Donnerstag gießen die Bauarbeiter dort die Bodenplatte. „Die Gründung für den Treppen- und Aufzugsturm“, erläutert Stefan Pommerenke, Tiefbauamtsleiter bei der Stadt Aalen.  


Anfang kommendes Jahr, wenn der Steg fertiggestellt und freigegeben ist, können Fußgängerinnnen und Fußgänger über die Treppe im Turm nach oben gehen oder mit dem Aufzug nach oben fahren, über den Steg die Bahngleise überqueren und auf der anderen Seite, am Stadtoval, am dortigen Turm wieder nach unten gehen oder fahren.  


Auch im Osten wird laut Pommerenke an der Baugrube gearbeitet. „Bis vergangene Woche stand dort noch ein Großbohrgerät.“ Diese „ganz normalen Tiefbauarbeiten“ werden ihm zufolge tagsüber erledigt. Vor Kurzem ist noch nachts gearbeitet worden, etwa von 22 bis 4 Uhr, wenn keine Züge fahren. „Das ist immer dann nötig, wenn im Bereich der Bahnanlagen und der Oberleitungen gearbeitet wird“, erläutert Pommerenke. Inzwischen sind nachts sogenannte Unterbrechungsleitungen installiert worden. So können die Oberleitungen einfach per Schalter in einzelnen Bereichen vom Strom genommen werden, erläutert der Tiefbauamtschef. Damit sollen die Arbeiten sicher ablaufen können. 


Wichtig wird das Ende August oder Anfang September, wenn die Brückenbauteile mit Großkränen eingehoben werden. Die Teile der Brücke werden laut Pommerenke bei der Firma Temme Stahlbau bei Halle an der Saale vorproduziert. Parallel dazu erledigt die Firma Peter Gross den Rohbau, baut also die beiden Treppen- und Aufzugstürme auf beiden Seiten der Gleise. „Spindeln“, nennt der Tiefbauamtschef die Türme auch, denn die Treppen winden sich im Design von Architekt Werner Sobek um die Aufzugsschächte herum. 

Bis wann der Steg fertig sein soll 


Im Bauausschuss und Gemeinderat im Mai hatte Baubürgermeister Wolfgang Steidle den Zeitplan für den Steg vorgestellt. Er geht davon aus, dass die Brücke bis Ende des Jahres steht und man probeweise bereits darüber gehen kann. Bis alle Arbeiten abgeschlossen sind und der Fußgängersteg über die Bahngleise für die Öffentlichkeit freigegeben wird, wird es laut Steidle wohl Fasching kommendes Jahr werden, also Februar 2023.  


Das bestätigt Pommerenke am Donnerstag. Ihm zufolge liegen die Arbeiten im Steg im Zeitplan. Spielraum gebe es kaum, die Arbeiten seien eng getaktet und mit der Bahn abgestimmt. Wann Bahnstrecken gesperrt werden, damit Bauarbeiten erledigt werden können, müsse Jahre vorher angemeldet werden. „Die Sperrzeiten der Bahn sind unsere Maßgabe“, sagt Pommerenke dazu. 


Ein Teil der Parkplätze am Bahnhof ist weggefallen, damit dort gearbeitet werden kann. Im Moment können Autos wegen der Baustelle nur von Norden ins Parkhaus fahren. Für Fußgängerinnen und Fußgänger, die von Norden zum Bahnhof kommen, ist ein Überweg über die Straße eingerichtet. „Das hat sich ganz gut eingespielt“, sagt der Tiefbauamtschef. Beschwerden habe es noch keine gegeben. 

Finanzierung noch nicht endgültig geklärt 


10,39 Millionen Euro kostet der Fußgängersteg über die Bahngleise nach aktueller Berechnung. Die Finanzierung ist dabei noch nicht endgültig geklärt. Denn die Stadtverwaltung war immer davon ausgegangen, dass vom Land 60 Prozent der Kosten gefördert werden. 700 000 Euro Zuschuss sind bereits geflossen. Doch die Zusage für weitere Fördergelder steht noch aus. 

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