Artur und Heidrun Elmer gründen Kunststiftung

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Bei der Verleihung der Stiftungsurkunde, (v. r.) Regierungspräsident Wolfgang Reimer, Artur und Heidrun Elmer, Thilo Rentschler und Dr. Roland Schurig.
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Das Aalener Künstler-Ehepaar hat eine Privatsammlung von unschätzbarem Wert aufgebaut.

Aalen. Ihre Kunstsammlung ist von schier unschätzbarem Wert. Mit viel Liebe, Sachverstand und hohem Engagement hat das bekannte Aalener Künstler-Ehepaar Heidrun und Artur Elmer innerhalb eines halben Jahrhunderts wertvolle Kunst- und Kulturschätze aus Afrika, Asien sowie präkolumbische Kunst aus Alt-Amerika zusammengetragen. Durch die Gründung der Artur-und-Heidrun-Elmer-Stiftung sind nun Zukunft und Erhalt dieser privaten Sammlung gesichert; und auch, dass die großartigen Kunstwerke daraus regelmäßig der Öffentlichkeit zugängig gemacht werden.

Es ist äußerst selten, dass Regierungspräsident Wolfgang Reimer persönlich die Stiftungsurkunde überreicht. Am Freitag indes war er dafür extra von Stuttgart auf Schloss Fachsenfeld gereist. Dort, im ehrwürdigen Ambiente der Jugendstilbibliothek des Barons, hatten sich die Mitglieder des Stiftungsvorstands und Stiftungsrats zur konstituierenden Sitzung versammelt.

An der Stirnseite des Tisches „Hausherr“ OB Thilo Rentschler in seiner Funktion als Vorsitzender der Stiftung Schloss Fachsenfeld. Denn die ist laut Rentschler an der Gründung der Artur-und-Heidrun-Elmer-Stiftung mit einem „ansehnlichen Betrag“ beteiligt. Ein wichtiger Baustein sei das gewesen, um beim Regierungspräsidium den „Durchbruch“ für die Gründung der Elmer-Stiftung zu erwirken. Schließlich musste die Stiftung auf eine solide Kapitalbasis gestellt werden. Auch die Kreissparkasse Ostalb hat „geholfen“.

„Es war mir eine Herzensangelegenheit, gemeinsam mit dem Ehepaar Elmer, mit Dr. Roland Schurig, Geschäftsführer der Stiftung Schloss Fachsenfeld, sowie Herbert Zirkel dieses Meisterstück vollbringen zu können“, machte Rentschler deutlich.

Die Artur-und-Heidrun-Elmer-Stiftung ist bereits seit 21. Januar dieses Jahres rechtsfähig anerkannt. „Wir werden die Stiftung auch begleiten und beraten“, sagte der Regierungspräsident zu.

Artur Elmer (82) bedankte sich vor allem bei Herbert Zirkel, der „treibenden Kraft“ für die Stiftungsgründung. Und bei Thilo Rentschler, der sehr früh erkannt habe, „dass da etwas schlummert, was nach außen drängt“.

Dass die feierliche Überreichung der Stiftungsurkunde im Schloss Fachsenfeld geschieht, war Artur Elmers Herzenswunsch. „Vor 54 Jahren sind meine Frau und ich nach Fachsenfeld gezogen, haben hier geheiratet. Seitdem besteht unsere Liebe zu Fachsenfeld, zum Schloss. Der Ort ist ein ganz besonderer. Wir haben noch den alten Baron erleben dürfen.“

Der Stiftungsvorstand: Heidrun und Artur Elmer, Thilo Rentschler und Herbert Zirkel.

Der Stiftungsrat: Markus Frei (Vorstandsvorsitzender KSK Ostalb), Georg Heller (Künstler), Dr. Daniela Roth (Kunsthistorikerin), Ines Mangold-Walter (Kulturbeauftragte des Landkreises), Roland Hamm, (zweiter Vorsitzender des Kunstvereins Aalen), Daniel J. Schreiber (Direktor Buchheim-Museum, Bernried), Dr. Stefan Eisenhofer (Kurator der Afrikaabteilung, Museum Fünf Kontinente, München). Ulrike Wilpert

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