Aufwind braucht Hilfe

  • Weitere
    schließen
+
Alles kaputt: Beamer, Einrichtung, Küchengeräte und mehr sind bei dem Brand völlig zerstört worden. In den kommenden Tagen soll ein Notdach errichtet werden. Archivfoto: opo
  • schließen

Flammen haben das Aufwind-Dach und einige Räume in der Kettelerstraße zerstört. So können Sie den Verein unterstützen.

Aalen

Das Leben schreibt nicht immer schöne Geschichten. Am 7. Januar brannte es im Aufwind-Verwaltungsgebäude in der Kettelerstraße. Die Flammen zerstörten das Dachgeschoss und einen Teil des ersten Stocks. "Das Gebäude war ausreichend versichert, doch auf den Schäden am Inventar, etwa 30 000 Euro, bleiben wir sitzen", sagt Aufwind-Geschäftsführer Bodo Wiedenhöfer bei einem Pressegespräch am Montag. Auf zusätzlich etwa 200 000 Euro schätzen die Gutachter den Schaden am Gebäude, wie Wiedenhöfer bilanziert. Ausgelöst habe den Brand nach ersten Erkenntnissen ein technischer Defekt.

Beamer, Kücheneinrichtung, Luftreinigungsgerät, Klimanalage – das und mehr ist verbannt. Auch der Besprechungsraum sei nicht nutzbar. All das aus eigener Tasche wieder anzuschaffen, das ist für den gemeinnützigen Verein nicht möglich. "Wir sind auf Spenden angewiesen."

Damit die Arbeit mit Kindern und Familien weitergehen kann, sind die Angestellten in die Aufwindvilla gegenüber gezogen. Mitarbeitende sind zum Teil im Homeoffice oder teilen sich abwechselnd einen Arbeitsplatz, wie Wiedenhöfer, der von der Aufwindvilla direkt auf das zerstörte Dachgeschoss gegenüber sehen kann, erklärt.

"Ich war bisher jeden Tag im Gebäude und habe geholfen, es leer zu räumen. Mit jeder Treppenstufe nach oben wird mein Herz schwerer." Die Situation nehme ihn und die Angestellten mit, sagt Wiedenhöfer.

Auf 30 000 Euro bleiben wir sitzen.

Bodo Wiedenhöfer Aufwind-Geschäftsführer

Glück im Unglück: Akten konnten der Geschäftsführer und sein Team aus den Räumen retten. Und: Die Feuerwehr habe gezielt gelöscht und so weitere Schäden vermieden. Wilhelm Schiele, Vorsitzender des Vereins, will in diesem Zusammenhang Feuerwehr, Polizei, den Helfern und dem Oberbürgermeister für die schnelle Hilfe danken.

Und wie geht's nun weiter? "In den kommenden Wochen dürfen wir das Erdgeschoss beziehen. Dort sind die Verwaltungsräume untergebracht." Wenn es die Witterung zulasse, werde ein Notdach errichtet, um die Einsturzgefahr zu beheben. "Dann hoffe ich, dass wir bald starten, das Dach aufzubauen und die Räume herzurichten", sagt Wiedenhöfer – der tragische Vorfall hat hoffentlich rasch ein gutes Ende.

Spenden sind möglich über die Kreissparkasse Ostalb; IBAN DE30 6145 0050 0110 0668 00 BIC OASPDE6AXXX oder die VR Bank Ostalb eG IBAN DE13614901500420174001 BIC GENODES1AA

Brand Westerhofen

Aalen. Es ist nicht das erste Mal, dass es in Räumen des gemeinnützigen Vereins gebrannt hat. Im Oktober 2013 fing ein stillgelegter Bauernhof in Westerhofen Feuer. Dort betrieb der Verein tiergestützte Pädagogik. Dachstuhl und Obergeschoss brannten damals komplett ab. Alpakas, Schafe, Hasen und Hühner, die im Haus untergebracht waren, überlebten den Brand. Dieses Ereignis war der Auslöser für den Umzug des Aufwindhofs ins Hirschbach, wie Bodo Wiedenhöfer erklärt. "Aus der Not ist etwas Schönes geworden", sagt der Aufwind-Geschäftsführer rückblickend.

Aufwind ist anerkannter Träger der freien Jugendhilfe, der sich im Ostalbkreis und Umgebung engagiert. Der Verein bietet Erziehungs-, Bildungs- und Betreuungsleistungen. maro

Zurück zur Übersicht: Stadt Aalen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL