Ausstellung soll auf Missstände aufmerksam machen

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Frauen und Kinder werden im Kongo oft als Kriegswaffe eingesetzt. Symbolfoto: pixabay

Was Digitalisierung in Deutschland mit Krieg im Kongo zu tun hat: Soroptimist eröffnet Ausstellung.

Aalen. Was haben unsere Handys oder Laptops mit Krieg im Kongo zu tun? Welche Rolle spielt unser digitaler Konsum in einem Prozess brutaler Ausbeutung von Menschen? Um diese Fragen geht es in einer Ausstellung des Clubs Soroptimist Aalen, die am Mittwoch, 13. Oktober, um 18 Uhr im Foyer des Aalener Rathauses eröffnet wird.

Seit rund 25 Jahren ist der Ost-Kongo immer wieder Schauplatz von militärischen Auseinandersetzungen. Die Kriegsparteien finanzieren sich über Gewinne aus dem Verkauf von Rohstoffen wie zum Beispiel Coltan. Aus dem Erz wird das seltene Metall Tantal gewonnen, das unverzichtbar ist für die Herstellung von Mobiltelefonen, Digitalkameras, Laptops, Flachbildschirmen oder Spielkonsolen. Im Coltan-Abbau arbeiten Männer, Frauen und Kinder unter zum Teil unmenschlichen Bedingungen. Durch Rodungen wird Regenwald zerstört, durch Minen landwirtschaftliche Nutzung verhindert. In den Dörfern gibt es bewaffnete Auseinandersetzungen, Glücksspiel und Prostitution, in der Frauen als Kriegswaffe eingesetzt werden.

„Coltan ist keine Zahncreme" - unter diesem Motto will die Ausstellung auf die Missstände aufmerksam machen, aufklären und zum Nachdenken über Lösungen anregen. Auf neun Säulen werden Schwerpunkte thematisiert: "Coltan und Rohstoffe für die Digitalisierung", "Der Krieg und seine Opfer" sowie "Hoffnungsschimmer: Bewusster Konsum/Recycling, Transparenz der Lieferkette, Unterstützung der Frauen im Kongo."

Soroptimist hat die Schau als Wanderausstellung konzipiert. Sie ist vom 14. bis zum 31. Oktober im Aalener Rathausfoyer
zu sehen. Die Öffnungszeiten entsprechen den Rathauszeiten.
Eröffnung ist am Mittwoch, 13. OKtober, um 18 Uhr. Interessierte sind herzlich eingeladen.

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