Autoreifen, Klos, Plastik - unfassbar, was so rumliegt

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Mitglieder des Postsportvereins zeigen wir hier exemplarisch für alle fleißigen Helfer der Kreisputzete 2022.
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Rund 3000 Menschen haben am Samstag die Natur von 50 bis 60 Kubikmeter Müll befreit.

Aalen. In den vergangenen zwei jahren fiel die Kreisputzete wegen Corona aus. Am vergangenen Samstag nun waren hunderte Freiwillige aus Vereinen und verschiedensten Institutionen - insgesamt etwa 3000 Menschen - im Stadtgebiet Aalen und den Teilorten unterwegs, um die Natur von wildem Müll zu befreien.

Beim Postsportverein Aalen beispielsweise 19 Helferunterwegs, darunter viele Kinder und Jugendliche. „So viele haben noch nie mitgemacht, sonst waren es fünf bis sieben Leute“, freut sich Organisator Siegfried Dambacher vom Vorstand des Vereins. Und schon die Jüngsten sind verärgert über den Müll, den Menschen einfach in der Natur, im Wald um das Vereinsgelände hinterlassen.  Schon nach einer halben Stunde sind einige Säcke gut gefüllt. Gefunden wurden Schuhe, Sohlen, Glas, ein Metallgitter, der Rest einer Metallwaschschüssel, und anderes mehr. Die Gruppe säuberte im Laufe des Vormittags auch das Gebiet rund um Erzgrube, Erzstollen bis zum Salchenhof und entlang der Wanderwege.

Im Raum Dewangen waren acht Mitglieder der Jugendfeuerwehr unterwegs, an den Ausfallstraßen nach Hammerstadt, Reichenbach und Richtung Dreherhof. In Zweierteams wurden hier Kaffeebecher, Flaschen, Plastikteile, Tüten und Verpackungen von Schnellrestaurants aufgesammelt. „Und natürlich jede Menge Masken und Schnelltests nach Corona“, erzählt einer.

Im Pelzwasen und der Umgebung war die dortige Siedlergemeinschaft mit zahlreichen Helfern im Einsatz und rund um Stadthalle, Sankt-Johann-Friedhof bis zur Stuttgarter Straße die CDU Aalen. Unter ihnen Stadträte und Bundestagsabgeordneter Roderich Kiesewetter.

Vier Teams des städtischen Bauhofs sammelten auf vier Routen im Stadtgebiet mit Teilorten mit Fahrzeugen die bereit gestellten Säcke ein. Kloschüsseln, Waschbecken oder Autoreifen - alles wurde am Bauhof in Containern entsorgt. „Es gibt nichts, was die Helfer nicht finden“, sagt Bauhofleiter Georg Fürst. „Wir erwarten wieder 50 bis 60 Kubikmeter Müll“, sagt er. Und ärgert sich, wie alle Sammler, über die rücksichtslosen Verursacher. ⋌Jürgen Eschenhorn

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