B29-Anschlussstelle: Entschärfung ist in Sicht

  • Weitere
    schließen
+
An dieser Stelle ist der Unfall passiert. Momentan gilt keine der B29-Anschlussstellen als Unfallschwerpunkt. Die Stelle in Affalterried wurde das letzte Mal 2015 als solche benannt.
  • schließen

Kein Unfallschwerpunkt, aber gefährlich: Für die Anschlussstelle in Affalterried müssen passende Maßnahmen gefunden werden.

Aalen.

Es ist das zweite Mal, dass es hier in diesem Jahr gekracht hat. Am 26. Februar wurde der erste Unfall von der Polizei statistisch erfasst. Die Bilanz: reiner Sachschaden. Am vergangenen Samstag, 25. Juli, war das Resultat ein anderes. Zwei schwer verletzte Autofahrer, einer 22, der andere 78 Jahre alt. Obendrauf kommt ein Schaden von 32 000 Euro, der Einsatz eines Rettungshubschraubers und die Sperrung der B29 in beide Richtungen für mehrere Stunden.

Das Problem an der Anschlussstelle in Affalterried ist bekannt. Wer nach links in Richtung Stuttgart auf die B29 auffahren will, der muss kreuzen. Und das ist während der Hauptverkehrszeiten nicht einfach. "Schon allein die Tatsache, dass man kreuzen muss, stellt eine gefährlichere Situation dar, als wenn man in den Längsverkehr in die gleiche Richtung auffährt", erklärt Holger Bienert, Polizeisprecher, auf SchwäPo-Anfrage. Auch dass die Autofahrer, die in Richtung Nördlingen unterwegs sind, quasi frontal auf einen zufahren und sich die Geschwindigkeit so schlechter einschätzen lässt, erhöht das Gefahrenpotenzial, wie Bienert sagt.

"Während des Berufsverkehrs muss man teilweise lange warten, um eine Lücke zu finden", so der Polizeisprecher weiter. "Da wird manch einer sicher ungeduldig." Doch alle diese Faktoren seien nicht messbar. Zwar gilt keine der Anschlussstellen momentan als Unfallschwerpunkt, doch trotzdem sei auch die Auffahrt in Affalterried ein Dorn im Auge. Wie solche gefährlichen Stellen entschärft werden können, darüber berät regelmäßig die Unfallkommission, die sich aus Polizei, Straßenverkehrsbehörde und der Straßenbaubehörde zusammensetzt. Dass etwas getan werden muss, da sei die Meinung einhellig, so Bienert.

Allein, dass man kreuzen muss, stellt eine gefährliche Situation dar.

Holger Bienert Polizeisprecher

"Der Ostalbkreis und die Stadt Aalen sind für den Bereich Affalterried in Abstimmung mit dem Land in der Planung für eine kreuzungsfreie Auffahrt", lässt das Landratsamt auf Anfrage wissen.

Bereits im Januar diskutierte man im Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Technik, wie man dieses Problem lösen könne. Andreas Weiß vom Landratsamt stellte zwei Varianten vor, um die Situation zu entschärfen: die Kleeblattvariante mit einer zusätzlichen Rampe oder die holländische Lösung mit zwei gesplitteten Rampen.

Immer wieder kracht es hier: Affalterried ist eine von drei Anschlussstellen ohne Ampelregelung. Grafik: C. Apprich
An dieser Stelle ist der Unfall passiert. Momentan gilt keine der B29-Anschlussstellen als Unfallschwerpunkt. Die Stelle in Affalterried wurde das letzte Mal 2015 als solche benannt.

Zurück zur Übersicht: Stadt Aalen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL