Bald sollen Bagger zur Hochbrücke rollen

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Baupläne für das Areal von der Galgenbergstraße über die Hochbrücke bis zur Jahnstraße – neue Geh- und Radwegeunterführung Kettelerstraße. Ratsmitglieder erklären, was am Projekt gut ist.

Aalen

Das ist ein großes Verkehrsprojekt, das uns ganzheitlich weiterbringt, freut sich Erster Bürgermeister Wolfgang Steidle mit Blick auf die Baupläne für das Areal von der Galgenbergstraße über die Hochbrücke bis zum Samariterstift in der Jahnstraße. Die Gemeinderatsmitglieder im Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Technik, kurz: AUST, haben das Projekt in der Sitzung am Donnerstagabend in der Stadthalle einstimmig begrüßt.

Wesentliches Element ist der Bau einer Geh- und Radwegeunterführung unter der Alten Heidenheimer Straße hindurch in die Kettelerstraße. Steidle erklärt: "Mit dem Bau der Unterführung sind Umbaumaßnahmen an den umliegenden Straßen verbunden. Neben Verbesserungen des Geh- und Radwegnetzes streben wir auch Verbesserungen für den öffentlichen Personennahverkehr und den motorisierten Individualverkehr an.

Ob Thilo Rentschler berichtet: "Für das Projekt wollen wir 4,6 Millionen Euro im Jahr 2021 anpacken. Sie sind im Haushaltsplan enthalten. Wolfgang Steidle erläutert außerdem: Für den ersten Teil der Straßensanierung in der Ziegelstraße stehen 500 000 Euro zur Verfügung. "Für die weiteren 4,1 Millionen Euro erwarten wir 50 Prozent Zuschuss vom Land."

Zwei Bauabschnitte

Im Bereich südlich der Einmündung Galgenbergstraße bis zur Hochstraßenbrücke wird die Fahrbahn der Alten Heidenheimer Straße größtenteils um eine Fahrspur verbreitert. Im Einmündungsbereich der Ziegelstraße soll die Straße so breit werden, dass zwischen Ziegelstraße und Hochbrücke eine reibungslose Spureinordnung möglich wird.

Entlang des neuen Fahrbahnrands ist ein vier Meter breiter kombinierter Geh- und Radweg mit Anschluss an den bestehenden Geh- und Radweg "Neue Welt" vorgesehen. Er wird in die geplante Geh- und Radwegunterführung zur Kettelerstraße münden. Die Unterführung wird von beiden Seiten barrierefrei zugänglich sein.

Im Bereich südlich der Hochstraßenbrücke bis zum Samariterstift soll ein Gehweg zu einem Geh- und Radweg mit drei Meter Breite ausgebaut werden. Die bestehende Fahrbahn der Alten Heidenheimer Straße wird dafür etwas verschoben, sie kommt näher an die Stützmauer bei der Behindertenwerkstätte heran.

An der Einmündung Jahnstraße ist eine Querungshilfe für Fußgänger mit Ampelsignal geplant. "Das empfehlen die Verkehrsplaner mit Blick auf die Samariterstiftung", sagt Steidle. Die Bushaltestelle Jahnstraße in Richtung Unterkochen soll barrierefrei umgebaut werden.

Dieses Verkehrsprojekt kommt zum richtigen Zeitpunkt.

Thilo Rentschler Oberbürgermeister

Die weiteren Pläne

Steidle kündigte dem AUST an: "Sollte auch der Gemeinderat in seiner Sitzung am Donnerstag, 24. September, dem Projekt zustimmen, werden bald die Bagger rollen." Dann sollten noch in diesem Herbst Gas- und Wasserleitungen verlegt werden. Ende 2022 sollten die Arbeiten bereits abgeschlossen sein.

Für den Kreisverkehr bei der Einmündung Galgenbergstraße solle ein separater Baubeschluss erfolgen – mit der Hoffnung auf einen weiteren Landeszuschuss.

Die Meinungen der Fraktionen

Thomas Wagenblast (CDU) betont: "Mit diesem Projekt erreichen wir ganz viel für die Menschen, die aus der Oststadt kommen, vom Härtsfeld und aus Wasseralfingen." Interessant sei noch eine Lärmwertberechnung, um danach den passenden Straßenbelag auszuwählen.

Michael Fleischer (Grüne) lobt: "Das ist ein außerordentlich sinnvolles Projekt." Wichtig sei, sich im nächsten Schritt die Einmündung Galgenbergstraße genau anzuschauen.

Hermann Schludi (SPD) und Christa Klink (Linke) erklären beide: "Unterführung Kettelerstraße ja, Fortführung des Radwegs durch die Schafgärten nein."

Claus Albrecht (Freie Wähler) sagt: "Die Unterführung wird hervorragend, dafür geben wir grünes Licht." Große Angst habe er aber vor Rückstaus. "Von der Ziegelstraße bis zum Kreisel haben wir wenig Platz."

Norbert Rehm (FDI) meint daraufhin schlicht: "Ich stimme der Vorlage zu."

OB Rentschler erklärt: Eine Detailplanung für den Kreisverkehr liege bald vor. Die Verkehrsfrequenz auf der Galgenbergstraße sei auf alle Fälle nicht so hoch wie die auf der Ziegelstraße oder Düsseldorfer Straße.

Gemeinderat: Infos in der AUST-Sitzung

Hirschbachrenaturierung: Sie beginnt am 5. Oktober und soll im Dezember enden, berichtet Erster Bürgermeister Wolfgang Steidle. Es gehe um das Gebiet unterhalb des Hirschhofs, erklärt Stadtsprecher Sascha Kurz.

Stromunfall: Dr. Thomas Battran (Grüne) erinnert an den tödlichen Stromunfall unter der Hochbrücke. "Alle Verantwortlichen werden sich Ende Oktober treffen", Informiert Bürgermeister Karl-Heinz Ehrmann. cow

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