Battran macht Gegenvorschlag zur Schranke am Greutplatz

  • Weitere
    schließen
+
An der Zufahrt im Nordwesten des Greutplatzes ist bereits eine Schranke installiert, die von Hand geöffnet und geschlossen werden kann. Der Gemeinderatsausschuss hat sich gegen eine elektrische Schranke an der Ulrich-Pfeifle-Halle ausgesprochen.
  • schließen

Der Ausschuss vertagt die Entscheidung, weil der Vorschlag der Verwaltung dem Gremium nicht gefällt. Stattdessen gibt's einen anderen Vorschlag.

Aalen. Seit Jahren klagen die Anwohner im Greut über Lärm. Tagsüber sind es oft Feste, wie das Frühlingsfeste, die dort veranstaltet werden. Nachts treffen sich dort junge Erwachsene mit ihren Autos. Um zumindest den Lärm nachts zu reduzieren, hat die Stadtverwaltung nun vorgeschlagen, an der Zufahrt bei der Ulrich-Pfeifle-Halle eine elektrische Schranke anzubringen. An der Zufahrt auf der anderen Seite gibt es bereits eine manuelle Schranke. Doch dem Gemeinderatsausschuss für Kultur. Bildung und Finanzen (KBFA) gefiel diese Lösung nicht. Nicht die Symptome, sondern die Ursache gelte es zu bekämpfen, sagte Marius Bader (CDU). In Aalen gebe es zu wenige Treffpunkte für Jugendliche und junge Erwachsene. In diesem Bereich müssten mehr Angebote geschaffen werden.

„Auch wir sehen, dass die Greut-Bewohner über Lärm klagen“, sagte Dr. Thomas Battran von den Grünen. „Durch eine Schranke löst sich das Problem nicht.“ Außerdem sei eine solche Lösung teuer. Stattdessen schlug er Bodenschwellen vor. „Ein tiefergelegtes Auto geht kaputt, wenn es da drüber fährt.“ Das würde also genau diejenigen vom Greutplatz fernhalten, die sich dort nachts gerne träfen. Battran sprach von einer „passgenauen Lösung, wie manche hier gerne sagen.“ Eine Anspielung auf Ersten Bürgermeister Wolfgang Steidle, der diese Formulierung gerne verwendet, an dieser Sitzung des KBFA aber nicht teilnahm. Timo Lorenz (SPD) äußerte Verständnis für die Anwohner, sprach an, dass Rettungsfahrzeuge trotzdem jederzeit auf den Platz fahren können müssten und signalisierte ansonsten Zustimmung für die Fraktion.

Laut Fraktionssprecher Thomas Rühl begrüßen die Freien Wähler zwar eine wirksame Abhilfe gegen den nächtlichen Lärm auf dem Greutplatz. Doch wegen der der hohen Kosten und Folgekosten werde seine Fraktion mehrheitlich der Schranke nicht zustimmen. Die Sitzungsvorlage nennt 105 000 Euro als Kosten für die Schranke und deren Montage. Als Folgekosten werden jährlich 2100 Euro aufgeführt. Da Battrans Vorschlag günstiger sei, stieß er bei Rühl auf Zustimmung.

„Wir werden den Antrag von Dr. Battran unterstützen“, sagte Dr. Frank Gläser (AfD). Eine Schranke sei teuer und verlagere das Problem. Auch Arian Kriesch (FDI) signalisierte Zustimmung für Battrans Vorschlag.

Durch eine Schranke löst sich das Problem nicht.“

Dr. Thomas Battran, Grünen-Stadtrat

Abstimmung und Vertagung

Dr. Thomas Battran von den Grünen wollte beantragen, das Thema zu vertagen und gleichzeitig, die Verwaltung zu beauftragen, eine Vorlage mit seinem Vorschlag – Bodenschwellen statt Schranke – auszuarbeiten, um dann in einer der folgenden Sitzungen darüber abzustimmen. OB Thilo Rentschler jedoch sagte, beides gleichzeitig zu beantragen sei laut Geschäftsordnung nicht möglich. Er ließ nur über die Vertagung abstimmen. Die Mehrheit der Rätinnen und Räte stimmten dafür. Damit ist das Thema also vertagt. ks

Zurück zur Übersicht: Stadt Aalen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL