Bauarbeiten für Hausbrauerei Barfüßer starten

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So soll das Areal einmal aussehen. Visualisierung: Architekten Huber, Steinhauser + Partner, Ottobeuren

Auf dem Grundstück des ehemaligen Stadtbiergartens entsteht das "Barfüßer". Das Verfahren war langwierig.

Aalen

Nach intensiver Planung und einigen Verzögerungen ist es nun offiziell, der Startschuss zum Bau des Barfüßer-Areals ist gefallen. Entstehen sollen zwischen Dekan- und Helferstraße in Aalen eine Brauereigaststätte sowie 47 Studentenwohnungen. Als "spannend", beschreibt Bauherr und Barfüßer-Geschäftsführer Eberhard Riedmüller am Dienstag das Projekt, denn ganz einfach war das Bauvorhaben von Beginn an nicht.

Als Archäologen den Baugrund untersuchten, stießen sie bei Grabungen auf Reste des alten Stadtfriedhofes und einer bis dato unbekannten Gerberei. Nach dem Abbruch der Essbar war daher eine zweite archäologische Befunduntersuchung nötig. Das Vorhaben zog sich.

Wer vor einigen Wochen das Bauareal besichtigt hat, sah es: Das Grundwasser stand in der Grube – anders als vom Bodengutachter prognostiziert. Um das Problem zu umgehen, habe man die Kellerhöhe reduziert, so der Bauherr. Die Technik, die dort hätte untergebracht werden sollen, musste demnach umgeplant und angepasst werden. Damit einher ging auch eine entsprechende Abstimmung mit der Stadt Aalen, nebst der Einreichung einer Tekturplanung, also der Änderung des Bauantrages.

Es gibt kein Zurück mehr.

Wolfgang Steidle Erster Bürgermeister

Doch das war nicht alles. Das Kulturdenkmal "An der Stadtkirche 10", ein altes Gebäude, bleibt bestehen und wird saniert. Um es zu erhalten, musste das angebaute Gebäude, die ehemalige Essbar, händisch abgerissen werden. "Keine echten Probleme, ohne echte Lösung," sagt Riedmüller.

"Wir haben viele Schritte unternommen, um diese Baulücke zu schließen", betont Aalens Erster Bürgermeister Wolfgang Steidle, der den Dienstag als Freudentag bezeichnet und hinzufügt: "Es gibt kein Zurück." Sofern es die Witterung ermöglicht, soll bis Ende der Kalenderwoche 49 ein Großteil der Bodenplatten betoniert sein, lässt Bauträgerfirma KR Wohnungs- und Gewerbebau verkünden. Auch hier wird es nicht einfach, denn ein Kran könne aus statischen Gründen erst nach dem Bau der Bodenplatten aufgestellt werden. Um die Fertigstellung der Rohbaumaßnahmen wird sich die Firma Hermann Fuchs aus Ellwangen kümmern. Der Rohbau solle bis Mitte 2021 stehen – insofern die Witterung oder Corona dies zulassen.

"Es entsteht etwas Besonderes", sagt Steidle. Der Bürgermeister freue sich bereits darauf, wenn man im Barfüßer feiern könne. Darauf freuen sich auch Dominik und Marcus Krüger, die für das operative Barfüßer-Geschäft zuständig sind. Im Innenbereich planen sie mit etwa 250 Sitzplätzen, außen sollen es 200 sein – inklusive Biergarten und Bier, das vor Ort gebraut wird.

Freuen sich, dass es nun losgeht (hinten von links): Klaus Huber, Steffen Fuchs, Eberhard Riedmüller, Dominik und Marcus Krüger und (links vorne) Wolfgang Jehle und Wolfgang Steidle sowie Susanne Ritz.

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