Baugebiet an der Stuttgarter Straße soll entwickelt werden

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Den Aufstellungsbeschluss für das Baugebiet im Norden hat der Gemeinderat bereits 2010 gefasst. Nun soll das Gebiet südlich der Stuttgarter Straße erweitert werden.
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Der Gemeinderat fasst einen neuen Aufstellungsbeschluss zu einem älteren Baugebiet. Was dort nun entstehen soll.

Aalen

Ein Bebauungsplan in der Stuttgarter Straße soll erweitert werden. Der Gemeinderat hat den Aufstellungsbeschluss dazu gefasst. Ziel ist, das Gebiet neu zu entwickeln und es für Investoren attraktiver zu machen. "Wir sind leider nicht Grundstückseigentümer", hatte Baubürgermeister Wolfgang Steidle in der Vorberatung im Ausschuss für Umwelt, Stadtentwicklung und Technik (AUST) gesagt. "Aber wir können Investoren positiv begleiten."

Auf die Frage Norbert Rehms (FDI), ob es Investoren gebe, die Interesse bekundet hätten, antwortete Steidle, dass es seit 2010 Gespräche mit potenziellen Investoren gebe.

Die Geschichte: Den Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan für das Gebiet nördlich der Stuttgarter Straße hat der Gemeinderat 2010 bereits gefasst. 2017 wurden die städtebaulichen Ziele ergänzt. Nun soll das Gebiet im Süden erweitert und die Satzung abermals aktualisiert werden.

Das Ziel: Das Gebiet mit dem Namen "Nordwestlich und südöstlich der Stuttgarter Straße, zwischen Brunnen- und Hofackerstraße" ist ein gemischtes Gebiet. Das heißt, sowohl eine gewerbliche Nutzung als auch Wohnbebauung ist dort möglich.

Wohnen an der Aal: Steidle kann sich vor allem im Norden am Wasser Wohnbebauung vorstellen und spricht von "Punkthäusern an der Aal". Die Begründung zum Bebauungsplan geht ausführlich auf das Thema Wohnen an der Aal ein. "Aufgrund der ebenen Topografie, der Nähe zum Stadtzentrum und der sehr guten Infrastruktureinrichtungen (Kindergarten, Schulen, Nahversorgung, kulturelle Einrichtungen, etc.) eignet sich vor allem der nördliche Teil des Plangebiets für Wohnen", heißt es da. Die Erlebbarkeit des Wassers und Gewässerrandstreifen sollen dem Schriftstück zufolge mitgedacht und entwickelt werden.

Wir sind leider nicht Grundstückseigentümer. Aber wir können Investoren positiv begleiten.

Wolfgang Steidle Baubürgermeister Aalen

Neuer Wohnraum: Zwar gebe es im Gebiet bereits jetzt Wohnhäuser, hießt es weiter im Schriftstück. Aber Wohnnutzung sei im Vergleich zu den angrenzenden Quartieren dort noch unterrepräsentiert. Im Sinne der Innenentwicklung und Nachverdichtung sei es wichtig, in der Stadt neuen Wohnraum zu schaffen.

Drei- bis viergeschossig sollen die Mehrfamilienwohnhäuser daher sein und Terrassen, Balkone und Dachterrassen für die Bewohner bereithalten. Mehrgenerationenwohnen, barrierefreies Wohnen und Wohnkonzepte werden laut Konzept des Büros "Hähnig & Gemmeke" mitgedacht. Geparkt werden soll in Tiefgaragen, um mit möglichst wenigen Stellplätze oberirdisch auszukommen.

Die Straßen im Gebiet können dem Konzept zufolge als verkehrsberuhigte Bereiche, umgangssprachlich Spielstraßen genannt, entwickelt werden.

Grüne Innenhöfe: Weiter spricht der Baubürgermeister von einer "Durchgrünung" des Gebiets und Gebäudeensembles, die sich um grüne Innenhöfe herum gruppieren. Laut städtebaulichem Konzept des Büros "Hähnig & Gemmeke", das der Gemeinderat vor Jahren bereits beschlossen hat, soll es im Gebiet auch einen zentralen, begrünten Platz mit Bäumen geben, als kleines Zentrum oder Treffpunkt für die Bewohner im Quartier.

Nutzung an der Stuttgarter Straße: Das Konzept sieht im Süden des Gebiets entlang der Stuttgarter Straße eine gemischte Nutzung vor. Das heißt, dass sich dort auch Gewerbe ansiedeln kann. Allerdings soll darauf geachtet werden, hießt es in der Begründung zum Aufstellungsbeschluss, dass diese Art der Nutzung das Wohnen ein Stück weiter nördlich an der Aal nicht beeinträchtigen soll. Das heißt, dass dort eher Büros und Dienstleister gewünscht sind, als laute Industrie.

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