Bei Hausumbau: Stadt Aalen zahlt 5000 Euro pro Kind

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Wohnen: Die Stadt Aalen will den finanziellen Anreiz für grundlegende Modernisierungen im Bestand erhöhen.
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Gemeinderatsmehrheit stimmt für den interfraktionellen Antrag von Grünen, CDU und SPD.

Aalen. Familien, die anstatt eines Neubaus auf der Grünen Wiese ein Haus im Bestand grundlegend sanieren und modernisieren, sollen künftig im Rahmen des Förderprogramms „Flächen gewinnen für Aalen“ unter anderem einen Anspruch auf eine städtische Zulage von 5000 Euro pro Kind erhalten. Seither konnte man in diesen Fällen lediglich 1000 Euro pro Kind beantragen. Die Stadt erhöht die Förderung damit um das Fünffache.

Ein Rechenbeispiel: Bei jährlich rund 20 bewilligten Anträgen für ein Kind kostet das die Stadt künftig 100 000 Euro, statt - wie bislang - 20 000 Euro.

Die Finanzierung erfolgt über den kommunalen Innenentwicklungsfonds. Bedeutet: Damit die Mehrausgaben für die Kinderzulage gegenfinanziert werden können, wird zugleich die sogenannte Innenentwicklungsumlage erhöht auf mindestens 10, maximal 20 Euro pro Quadratmeter. Das ist die Abgabe, die private Bauherren eines Neubaus zu entrichten haben. Diese städtische Umlage wird mit 7,5 Prozent des Verkaufspreises auf städtische Grundstücke im Außenbereich erhoben.

Der Grünen-Antrag: Im beratenden Ausschuss hatte die Stadtverwaltung ursprünglich eine Erhöhung von 1000 auf 2500 Euro vorgeschlagen. Die Grünen-Fraktion beantragte alsdann eine Erhöhung auf 5000 Euro, und im Gegenzug, die Innenentwicklungsumlage auf mindestens 10, maximal 25 Euro pro Quadratmeter anzuheben. Die Fraktionen von CDU und SPD folgten diesem Antrag. Indes: Die Stadträte Claus Albrecht (FW) und Manfred Traub wehrten sich vehement, weil sie eine stärkere Belastung von Familien verhindern wollten, die einen Bauplatz kaufen. Und auch bei den Beratungen in den Ortschaftsräten Dewangen, Ebnat und Fachsenfeld wurde der Grünen-Antrag zum Teil einstimmig abgelehnt.

Der modifizierte Antrag: In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte Grünen-Sprecher Michael Fleischer einen interfraktionellen Antrag der Grünen, CDU und SPD vor: 5000 Euro Kinderzulage, aber eine Erhöhung der Innenentwicklungsumlage nur auf maximal 20 Euro pro Quadratmeter. Der Antrag wurde mehrheitlich beschieden, bei zwei Gegenstimmen (Manfred Traub und Norbert Rehm) und zwei Enthaltungen. 

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