Bernhard Brunner sagt als Schuldekan Adieu

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"Zwiepack" haben den Amtswechsel in der Salvatorkirche musikalisch umrahmt
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Mit einem Gottesdienst in der Aalener Salvatorkirche und einer mehr als dreistündigen Feier verabschieden 60 Gäste den katholischen Dekan der Beruflichen Schulen und begrüßen seine Nachfolgerin Jutta Wörner.

Aalen

Bernhard Brunner war 23 Jahre Schuldekan für die Beruflichen Schulen – unter anderem im Ostalbkreis. Jetzt ist er in einer mehr als dreistündigen Feier in der Salvatorkirche aus seinem Amt in den Ruhestand verabschiedet worden. Gleichzeitig haben die 60 Gäste seine Nachfolgerin Jutta Wörner begrüßt. Während die Rednerinnen und Redner Bernhard Brunner im Rückblick mit viel lobenden Worten bedacht haben, galten der neuen Schuldekanin Jutta Wörner, die bereits seit 1. September im Amt ist, diverse Vorschusslorbeeren.

Die Feierlichkeiten beginnen mit einem Gottesdienst, den Ostalbdekan Robert Kloker unter dem Motto „Energiewende“ feiert – ein Thema, das Schuldekan Bernhard Brunner mit dem Text „Energiewende“ von Bruder Andreas Knapp selbst gesetzt hat. Ehe Robert Kloker aber den Text interpretiert, spricht er von einer Ära, die mit Bernhard Brunner nach 23 Jahren nun an den Beruflichen Schulen zuende gehe. In seiner Text-Auslegung schlägt der Dekan unter anderem den Bogen von Sprachkünstler Knapp hin zum Religionsunterricht, den Bogen von der regenerative Energie hin zur Welt des Glaubens mit dem brennenden Dornbusch „als erneuerbarer Energielieferant“, in dem Gott Mose erschien. „Ich bin mir sicher, es ist Ihnen gelungen, den jungen Menschen mit auf den Weg zu geben, woher nehme ich die Kraft und die Energie“, attestiert Kloker dem scheidenden Schuldekan.

Klaus Hilbert, Schuldirektor im Kirchendienst (i.K.) der Diözese, bezeichnet Bernhard Brunner und dessen Frau Regina, die Schuldekanat-Sekretärin, als „gute Seelen, die den Religionsunterricht geprägt haben, die äußerst engagiert, bis in die eigene Familie hinein, in den vergangenen Jahrzehnten gewirkt haben“. An Jutta Wörner gewandt, sagt Hilbert, dass sie die gute Arbeit mit eigenen Akzenten weiterführen werde.

Ordinariatssekretärin Ute Augustyniak-Dürr beschreibt die Lebenssituation, in denen sich die jungen Menschen während ihrer Zeit an den Beruflichen Schulen befinden. Sie spricht dabei von Selbstfindung und Selbstverantwortung und bezeichnet Brunner als pädagogisches Talent. Jutta Wörner wünscht die Ordinariatssekretärin „innovative Gedanken“ und, dass es gelinge, die Schülerinnen und Schüler in ihrer Lebenswelt abzuholen.

„Du hat Ökumene vorgelebt und bist für den Religionsunterricht eingestanden.“ Mit diesen Worten dankt der evangelische Referent für Berufliche Schulen, Bernhard Riesch-Clausecker. Katholisch bezeichne man Brunner als spirituellen Menschen. „Ich als Evangelischer nenne dich einen frommen Mann“, sagt der Studiendirektor i.K. Brunner sei ein „Herzenaufschließer“. Jutta Wörner möge in ihre neue Aufgabe gut hineinfinden. „Denn Schüler brauchen religiöse Bildung in diesen Zeiten.“

Weiteren Dank fürs Engagement Bernhard Brunners sprechen die Schulleiter Jochen Wörner von der Kaufmännischen Schule Aalen, Dieter Arweiler von der Andreas-Schneider-Schule Heilbronn sowie die Lehrer Claudia Ammon und Andreas Grathwohl.

Bernhard Brunner zeigt – nach seinem Dank – in einem Rückblick unter anderem auf, dass „Reli Spaß macht, wenn Lebensfragen im Mittelpunkt stehen“. Jutta Wörner erzählt den Gäste ihre Vita, von ihrer Heimat in Offenau bei Heilbronn und von "Religionsunterricht, der Raum für Gespräche bietet und magische Momente ermöglicht".

Den Nachmittag musikalisch umrahmt haben „Zwiepack“ alias Christian Bolz am Saxofon und Markus Braun am Kontrabass.

  • Das ist das berufliche Schuldekanat
  • Zum beruflichen Schuldekanat Heilbronn (bisher Aale) zählen die katholische Dekanate: Heidenheim, Heilbronn-Neckarsulm, Hohenlohe, Mergentheim, Ostalb und Schwäbisch Hall; weil Jutta Wörner an der Andreas-Schneider-Schule in Heilbronn Lehrerin ist, wechselt das Schuldekanat dorthin.
Andreas Grathwohl und Claudia Ammon verabschieden Bernhard Brunner (rechts) und begrüßen Jutta Wörner (links)
Feierlicher Amtswechsel der Dekane der Beruflichen Schulen in der Salvatorkirche in Aalen. Von links im Bild: Schuldirektor i.K. Kaus Hilbert, Ordinariatsrätin Ute Augustyniak-Dürr, Schuldekanin Jutta Wörner und scheidender Schuldekan Bernhard Brunner.

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