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Tänzerinnen der Musikschule Aalen mit einem Improvisationsstück zum Thema Nachhaltigkeit .
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Solidarische Landwirtschaft, Afterwork farming und „No Cap Tomaten“: Beim Abend im KubAA ging's um die Umwelt und um Nachhaltigkeit.

Aalen

Die Pflanzen sprießen im urbanen Garten beim Kulturbahnhof in Aalen, die Themen rund um Nachhaltigkeit ebenfalls. Der grüne Fleck beim KubAA ist am Sonntag wieder einmal zum Informationsforum geworden.

Im Rahmen der Reihe des Theaters der Stadt Aalen „Hallo, Nachbar!“ wurde dort mit den Kooperationspartnern katholische Betriebsseelsorge Aalen, „UtopiAA“ und „Act 4 transformation / UmWelthaus“ über die Themen SolaWi, No Cap Tomaten und Afterwork Farming aufgeklärt – dazu gab es Tanz und Theater.

Rund 30 Menschen haben sich im „Planet der Herzen“ des Theaters der Stadt Aalen eingefunden. Die Veranstaltung startet mit den „Weltkindern vom Galgenberg“, die ein kleines Stück mit dem klangvollen Namen „Die noch freundliche Aufforderung, Müll zu vermeiden“ aufführen. Hier ist der Name wirklich Programm: „Ich glaube, die Umwelt hat mehr Schäden als wir“, rufen die Kinder und fragen sich danach an die Zuschauer gewandt: „Meint ihr, sie haben es verstanden?“

Nach der Arbeit aufs Feld? Diese Utopie nennt Cordula Hofrichter von der Burghardsmühle aus Neuler „Afterwork Farming“. Wäre es nicht schön, nach sechs Stunden vor dem Rechner ein paar Beete zu bewässern? Dazu hat sie einen Text geschrieben, den sie vorließt.

Über das Konzept solidarische Landwirtschaft, kurz SolaWi, berichtet Andreas Wenzel von „Act 4 transformation / UmWelthaus“. Mitgebracht hat er Björn Jennewein samt Mitarbeiter vom Bioland Bauernhof Jennewein aus Königsbronn, der derzeit ein solches Projekt aufbaut. Doch was ist SolaWi überhaupt? Ziel des Konzepts sei es, die Verbraucher von Produkten der Landwirtschaft näher mit den Erzeugern zusammenzubringen, sagt Wenzel. In Japan und der Schweiz gebe es Projekte dieser Art schon einige Jahre. „Es ist eine alternative Möglichkeit, sich mit Lebensmitteln zu versorgen“, erklärt Wenzel. Die Anforderungen je Hof seien dabei unterschiedlich, bei manchen helfe der Verbraucher mit, bei anderen unterstütze dieser die Betreiber finanziell. Diesen Weg möchte Jennenwein auch in Zukunft beschreiten. Um das Projekt anzugehen sucht er 25 Personen, die dann einen Ernteanteil bekommen.

Das Thema Klimawandel hat auch die Tänzerinnen der Musikschule Aalen beschäftigt. Unter der Leitung von Nina Ammon führen sie einen Improvisationstanz vor, dabei verkörpert das Trio die Elemente Erde, Wasser und Luft.

Zu guter Letzt geht es um die Tomate. Die wird teilweise unter mafiösen Strukturen gewonnen, die zudem Flüchtlinge ausbeuten, wie zu erfahren ist. Rolf Siedler stellt gemeinsam mit dem UtopiAA-Team die „No Cap Tomaten“ vor, die unter fairen Bedienungen produziert werden. Aktuell werden die Tomaten alle zwei Wochen auf dem Markt in Aalen verkauft – bald soll es sie im Eine Welt Laden geben.

Es ist eine alternative Möglichkeit, sich mit Lebensmitteln zu versorgen.“

Andreas Wenzel, Act 4 transformation / UmWelthaus
Cordula Hofrichter von der Burghardsmühle aus Neuler.

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