Bildung in Zeiten der Pandemie

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Ortsverband der FDP Aalen-Ellwangen: Ein Bildungsbeirat mit den Beteiligten sollte her. Die Digitalisierung reiche nicht.

Aalen. Der FDP-Ortsverband Aalen-Ellwangen hat in offener Runde online über Bildungspolitik und Digitalisierung der Schulen diskutiert. Mit dabei waren die FDP-Landtagsabgeordnete Alena Trauschel, Karoline Krannich (Schülerin am THG), Arian Kriesch, FDP-Stadtrat und Bundestagskandidat, und als Moderator der FDP-Kreisrat Manuel Reiger.

Alena Trauschel (22), frisch gewählt und jüngste Abgeordnete im baden-württembergischen Landtag, hat ihre Schulzeit noch sehr präsent. „Bildungspolitik, gerade in Pandemiezeiten, muss mit den Menschen gemacht werden, um die es geht: den Schülerinnen und Schülern“, erklärte sie. Wichtig sei ihr auch, dass mehr Lehrerstellen im Land geschaffen werden. „Wir sollten hier bei der Lehrerausbildung ansetzen und ein duales Ausbildungssystem schaffen. Es darf nicht so sein, dass man erst nach drei Jahren Studium erstmals vor einer Klasse steht.“

Arian Kriesch berichtete: „Wir wollten im Aalener Gemeinderat als FDP eine Beteiligung von Schülern und Eltern in Form eines Bildungsbeirates umsetzen. Leider ist dies an der CDU gescheitert.“

Wo es bei der Digitalisierung hakt

Karoline Krannich nahm als Schülerin des Theodor-Heuss-Gymnasiums an der Diskussion teil. Sie begrüße die Idee eines Bildungsbeirates und unterstütze auch die Bestrebungen des Aalener Gemeinderates, die Digitalisierung in die Schulen zu bringen. Kritik übte sie an der konkreten Umsetzung: „Die neue Technik ist toll, aber es gibt leider zu wenig Personal, das diese modernen Lehrmittel überhaupt bedienen, geschweige denn ausreizen kann.“ Arian Kriesch machte darauf aufmerksam, dass nicht nur moderne Hardware, sondern auch entsprechende Internetanbindung an die Schulen kommen müsse. „Aktuell reden wir im Gemeinderat über eine Anbindung mit 100 Mbit. Das ist nicht zukunftsweisend. Wir brauchen schnell Gigabit-Anschlüsse für die Schulen“, forderte der FDP-Stadtrat.

Um Schüler und Schülerinnen zu entlasten, die besonders unter Unterricht in der Pandemiezeit gelitten haben, schlug Trauschel vor, ein Zusatzjahr anzubieten. Kriesch und Krannich waren sich einig, dass dies eine interessante Idee ist, aber jeder Schüler und jede Schülerin individuell entscheiden sollte, ob ein weiteres Jahr Schule gebraucht wird.

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