Kommentar: Ulrike Wilpert über Fragen, auf die es noch keine Antworten gibt

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Ulrike Wilpert

Kommentar: Ulrike Wilpert über Fragen, auf die es noch keine Antworten gibt

Es ist nicht der Bahnhalt-West selbst, sondern es ist das im Raum stehende vage „Drumherum“, das unter vielen Weststadt-Bürgern Argwohn auslöst und für Kritik sorgt. Die Reaktionen sind verständlich. Da ist die Vorstellung eines urbanen Quartiers am Sauerbach mit hohen Häusern. Diese Vision hatte die Aalener Stadtverwaltung vor wenigen Jahren vorgestellt. Da wird von Carsharing und Park + Ride gesprochen, vielleicht auch von einer Parkpalette am Bahnhalt. Eine Zufahrt über die Nägeleshof- oder die Sauerbachstraße würde unmittelbar durch ein gewachsenes Wohngebiet führen. Und dann die Busanbindung. Die könnte über die Schulze-Delitzsch-Straße laufen. Die ist aber schon gut ausgelastet durch den Lkw-Verkehr der hier ansässigen größeren Firmen und Unternehmen. Kommen da überhaupt noch Busse durch?

Fragen über Fragen. Und – immer noch – keine konkreten Antworten. Die aber hatten sich die Teilnehmer der von der Stadt Aalen als öffentliche Bürgerbeteiligung deklarierten digitalen Veranstaltung erhofft. Zumal der Bahnhalt-West in greifbare Nähe rückt. In drei Jahren, im August 2024, soll Spatenstich sein. Und ab Mai 2025 könnte er in Betrieb gehen. Das Projekt ist zweifellos wichtig und richtig. Nicht richtig wäre indes, wenn die Stadt die Anliegen der Anwohner im Sauerbach nicht ausreichend ernst nimmt. Im Umgang mit den Bürgern wäre der Stadt mehr Sensibilität und Fingerspitzengefühl angeraten.

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